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Forbes-Sammlung viktorianischer Kunst

Er zählte zu den reichsten Männern Amerikas und genoss die damit verbundenen Vorzüge: Ein Schloss im Stile Ludwigs XIII. oder ein Sitz in Marokko gehörten genauso dazu wie das Old Battersea House in London, in dem Malcolm Forbes (1919-1990) im Kreise der Mächtigen und Reichen der Welt die Weihnachtsfeste verbrachte und seine Sammlung viktorianischer Kunst hortete. Die Hinterlassenschaft des Verlegers war und ist so groß, dass sie nach nunmehr 13 Jahren noch immer nicht vollständig aufgelöst werden konnte. Sieben "Forbes-Single-Owner-Sales" mit einem Umsatzvolumen von fast 34,5 Millionen US-Dollar hat Christie`s seit 1993 abgehalten. Nun steht die achte Veranstaltung (19./20. Februar) ins Haus, mit der Forbes` Sohn Christopher eine der weltweit größten Sammlungen viktorianischer Kunst unters Publikum streuen will. Bereits mit nur 17 Jahren konnte der Forbes-Spross seinen Vater davon überzeugen, dass er für den Preis eines einzigen Seerosenbildes von Claude Monet Werke einer ganzen Epoche erwerben könne. Der Verkauf bzw. die von der Familie als "ordentliche Nachlass-Abwicklung" deklarierte Veräusserung steht ganz im Sinne des ehemaligen Familienoberhauptes. In seiner Autobiografie hatte Malcolm seine Kinder bereits ermutigt, die Schätze zu verkaufen, wenn sie ihrer nach seinem Ableben überdrüssig würden - Begründung: auch anderen die aufregende Freude am Kunsterwerb zu gönnen. Die an zwei Tagen in drei Sitzungen im Londoner Christie`s-Stammhaus abgehaltene Auktion soll nach Expertenschätzungen umgerechnet um die 30 Millionen Euro lukrieren. Das 361 Werke umfassende Angebot inkludiert führende Vertreter wie Burne-Jones, Holman Hunt, Hughes, Millais, Landseer, Leighton und Rossetti sowie weniger bekannte Künstler mit Schlüsselarbeiten der von 1840 bis 1900 andauernden Periode. Die nach der Regentin Großbritanniens Königin Victoria benannte Stilrichtung zeichnet sich durch besondere Individualität aus: Themen der Romantik stehen neben Genre- und Salonbildern oder Alltagsszenerien, historisch-literarische Sujets und zum Teil auf deusche Einflüsse zurückgehend, wechseln mit Landschaften und Porträts, einer englischen Domäne seit jeher. Zu den Highlights gehören unter anderem John William Waterhouse (1849-1917) Darstellung der "Mariamne", Ehefrau von König Herodes auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung (1-1,5 Mio Pfund) sowie die entzückende Kinderszenerie "Ivanhoe" von Charles Hunt (1829-1900), der sich auf die Darstellung spielerischer Szenen aus der dramatischen Literatur spezialisierte (30.000-50.000 Pfund). zum online Katalog

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