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FPÖ attackiert Keith Haring-Ausstellung

Ende Jänner eröffnete die Neue Galerie in Linz die Keith Haring-Ausstellung \"Heaven and Hell\". Jetzt werden die zuvor in Karlsruhe gezeigten Werke des amerikanischen Künstlers zum Politikum. Laut einer APA-Meldung hat sich - nach angeblichem \"Vorbringen besorgter Bürger\" - FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler eingeschaltet. Die auch vom Landesschulrat empfohlene Ausstellung präsentiert selten gezeigte, sehr persönliche Arbeiten aus den späten Schaffensjahren; im Angesicht des Todes ? Keith Haring erlag 1990 seiner Aidserkrankung ? hatte er sich zunehmend mit den Themen Tod und Vergänglichkeit auseinander gesetzt, wobei religiöse Motive eine besondere Rolle spielten. Der FPÖ-Vertreter nennt dies wörtlich \"Darstellungen homosexueller, sodomistischer [sic!] und blasphemischer Handlungen\" und in der Gesamtheit eine \"sexistische Ausstellung mit pornografischem Charakter\". Vor allem die Tatsache, dass Schüler die Ausstellung besuchen, sei problematisch. Der oberösterreichische Landesschulrat, Präsident Fritz Enzenhofer, bleibt bei seiner Empfehlung.

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