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Erste Krise im Prado

Kaum im Amt, sieht sich der neue Prado-Chef Miguel Zugaza schon im Kreuzfeuer der Expertenkritik. 15 Werke von (Francisco José y Lucientes) Goya sollen im Rahmen einer großen Ausstellung (\"Goya und das Bild der Frau\", ab 2. März 2002) nach Washington verliehen werden. Darüber empören sich jetzt Fachleute: \"Diese Bilder sind heilig und dürfen in keinem Fall transportiert werden\", ließen Experten über Presseagenturen verlautbaren. Zu den Leihgaben des spanischen Meisters würden auch die \"angezogene\" und die \"nackte Maja\" gehören, deren Vorbild die junge Herzogin von Alba gewesen sein soll; allein diese beiden Arbeiten wurden bereits für 120 Millionen Euro versichert. Nur drei Mal verließ die \"Maja\" in den vergangenen 50 Jahren das Prado. Zugaza wies die Kritik, laut Austria Presseagentur, zurück. Das Austauschabkommen wurde vor seinem Amtsantritt unterzeichnet und vereinbart; dementsprechend müsse sich das Prado an diese Vereinbarung halten - ausserdem waren in der zuvor in Madrid gezeigten Ausstellung auch fünf Goya-Werke aus dem Besitz des Washingtoner Museums zu sehen.

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