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Alte Kunst für junge SammlerInnen

Nach dem sensationellen Erfolg der Altmeisterauktion im März ? mit knapp 50 Millionen Schilling Umsatz (netto) und zwölf Millionenzuschlägen ? werden kommende Woche im Dorotheum Rahmen erneut Werke Alter Meister unters Publikum gestreut. Die kleinere Juno-Schwester der Frühjahrsveranstaltung besticht vor allem durch die Bandbreite in den unteren Preiskategorien; nur für zwei Arbeiten werden Zuschläge im Bereich der 500.000er Grenze erwartet. Das untere Schätzwertvolumen des rund 470 Objekte umfassenden Angebots beläuft sich auf 26,5 Mio Schilling. Zur Freude der Monarchie-Fangemeinde bereichert wieder einmal ein Stück österreichische k den Markt: Das Portraitpaar Michael Christoph Hagelgans zeigt Erzherzog Josef (1741-1790), der spätere reformfreudige Kaiser Josef II., und seine Schwester die Erzherzogin Marie Amalie (1746-1804) im zarten, aber heiratsfähigen Alter von 17 Jahren. Nach dem Tod ihrer Schwester Maria Josepha musste sie als Reservebraut den Herzog von Parma heiraten. Amalie revanchierte sich für diese Zwangsbeglückung, indem sie als einziges der an den verschiedensten europäischen Höfen verheirateten Kinder, den Kontakt zu ihrer Mutter Maria Theresias fast gänzlich abbrach. Weniger geschichtsträchtig dafür mythologieschwer gehen "Venus und Adonis mit dem schlafenden Amor", als Gemeinschaftsarbeit Jan Brueghel d.J. und Hans Rottenhammers bei 180.000-250.000 ins Rennen. Die höchsten Zuschläge sind für "Das Urteil des Paris" eines Lukas Cranach d.Ä. Nachfolgers (500/600.000 ) sowie die Valckenborgh & Flegel zugeschriebene Gemeinschaftsarbeit mit der Darstellung einer vornehmen Dame beim Einkauf im Krämerladen (600/900.000) zu erwarten. Daneben locken kleinere Arbeiten in der Nachfolge oder aus Umkreisen renommierter Künstler, ideal für den Sammlereinstieg: eine Mariendarstellung aus dem Umkreis Paul Trogers für 14.000-18.000 Schilling oder die Vertreibung aus dem Paradies eines österreichischen Malers um 1700 (10/15.000). Für die hauseigene Ahnengalerie lockt Prinz Ruprecht von der Pfalz, als Jüngling samt Jagdhund abgebildet, für taxierte 15-30.000 Schilling.

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