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Zeitgenössische Kunst in New York

New York im Contemporary-Fieber Von den Zeitgenossen bekommt die Welt scheinbar nicht genug. Gerade noch bediente sich die europäische Sammlerklientel bei der Fiac in Paris oder der Art Cologne - da steht das Angebot der Auktionsriesen am Big Apple im Angebot und munter geht es weiter. Ganze 55 mal wurde vergangene Woche in New York die Milliongrenze bei Zuschlägen überschritten! Und insgesamt verteilte Phillips, Sotheby`s gefolgt von Christie`s Contemporary-Ware im Wert von mehr als 223 Millionen Euro. I shop therefore I am ... Den Auftakt absolvierte Phillips mit Meisterwerken der Großfotografie, die am 8. und 9. November zu 100 Prozent abgesetzt werden konnten und mit mehr als 9,53 Millionen Euro die Kassen zum Klingeln brachten. Unter den 185 Arbeiten aus der Sammlung der Baronin Marion Lambert glänzte Cindy Shermans "Untitled No. 92", für das 320.000 bewilligt wurden oder eine Serigraphie auf Vinyl von Barbara Kruger, die für den Rekord von 404.000 Euro mit dem bezeichnenden Titel "I shop therefore I am" den Besitzer wechselte. Sotheby`s & 24 Zuschläge jenseits der Millionen-Grenze Am 9. November übernahm des Abends Sotheby`s das Ruder und hier streute das Publikum dem in der York Avenue zusammengetragenen Angebot Blumen. Mit umgerechnet 72,36 Millionen Euro summierte sich die Käufergunst auf das beste Ergebnis dieser Sparte seit 15 Jahren. Der höchste Zuschlag fiel zugunsten Mark Rothkos Meisterwerk No. 6 (Gelb, Weiß, Blau über Gelb auf Grau), das sich für sensationellen 13,45 Millionen Euro - und damit einem neuen Auktionsrekord - ein privater Sammler sicherte. Weitere Rekorde regnete es förmlich: für Demand, Gilbert & George, Manzoni, Mitchell oder Barney - insgesamt 24 Meistbote jenseits der magischen 1-Million-US-Dollar-Grenze. Der "Day"-Sale am 10. November stockte das fulminante Gesamtergebnis von umgerechnet 93,96 Millionen Euro um 21,45 Millionen auf. Insgesamt durften sich die Sotheby`s-Experten also über eine erfolgreiche Verteilung in Sachen Zeitgenossen freuen ... Christie`s & 28 Auktionsrekorde ... wäre da nicht Kontrahent Christie`s, der zumindest in Sachen Umsatz, am Ende doch wieder die Führung in dieser Sparte verdeutlichen konnte. Am 10. November lud man im Rockefeller Plaza zur Evening-Session. Um die zwölf Millionen US-Dollar waren die Erwartungen für Andy Warhols "Mustard Race Riot" aus dem Jahr 1963 gelegen - ein anonymer Bieter deponierte stattdessen 15,12 Millionen, umgerechnet 11,72 Millionen Euro. An die zweite Stelle zeichnete sich Cy Twombly mit 4,17 Millionen Euro für das 1971 entstandene Meisterwerk. Für Alexander Calders Mobile-Konstrukt "Baby Flat Top" aus dem Jahr 1946 machte sich der amerikanische Handel bis zu 3,65 Millionen Euro stark. Nicht weniger erfolgreich verliefen für Christie`s die zwei Tagessitzungen am 11. November, die mit 15,41 Millionen Euro (Morning Session) und 9,57 Millionen Euro (Afternoon Session) das Christie`s-Gesamtergebnis auf 96,68 Millionen erhöhten - und 28 Einträge in die Liste der Auktionsrekorde (u.a. Lichtenstein, Motherwell, Cattelan, Pettibone, Nara). Phillips punktet mit Cattelan-Papst Der finale Schlussakkord fiel wiederum Phillips zu, die in 450-West-15-Street am 11. und 12. November ihre Angebotsversion zum Thema Zeitgenossen in den Mittelpunkt rückten. Und selbst da hatte die Gier noch nicht ausgesorgt. Nochmals klingelten die Geldstücke - 24,72 Millionen Euro an der Zahl - und drehte sich die Preisspirale: Im Mai 2001 hatte Maurizio Cattelans berühmte Installation (die erste von 2 Versionen) des "gefällten" Papstes "La Nona Ora" nur knapp 676.000 Euro auf die Waage gebracht, jetzt war sie erst für etwas mehr als 2,3 Millionen Euro zu haben. Damit ging eine Woche in New York vorüber, die den Auktionshäusern umgerechnet mehr als 223 Millionen Euro beschert hatte.

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