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España - Paisatges y otras cosas: Peninsulare Höhepunkte

Man muß kein Liebhaber des Iberischen sein, um festzustellen, daß die besten Maler der letzten 300 Jahre jeweils Spanier waren: Was Velazquez für das 17. ist Goya für das 18. bzw. 19. und Picasso für das 20. Jahrhundert. An einem solchen Erbe kann man als Nachgeborener dann nicht weniger als verzweifeln. Nicht, daß die Spanier-Schau der Galerie Lang gleich säkulares Ausmaß reklamierte, aber ein gewisser Anspruch ist unverkennbar. Man beruft sich auf die Festwochen als Anlaß und auf die größeren bis ganz großen künstlerischen Namen, die man anhand von Arbeiten auf Papier Revue passieren läßt. Diese Namen heißen Pablo Picasso, Eduardo Chillida, Antoni Tápies oder Antonio Saura. Dazu kommen die mittlerweile auch nicht mehr so Jungen wie Victor Mira, Jaume Plensa oder Susanna Solano. Ein halbes Jahrhundert peninsularer Kunst wird so immerhin zusammengesehen. Es ist jene Zeit, in der Karrieren auch von Haus und von Zuhause aus möglich wurden, ohne das bis dato übliche Zutun von Paris, der Metropole schlechthin der Moderne. In der Agonie des Franco-Regimes wurden derlei Liberalitäten auf einmal denkbar. Besonders aus dem Provinzstatus Kataloniens heraus ließ sich der autoritäre Zentralismus umgehen. Wegen Picasso braucht man nicht in die Seilerstätte zu gehen, wegen Chillida schon, dessen doppellagiges, mit dem Prinzip der Schichtung und der Perforation arbeitendes Blatt den Höhepunkt der Veranstaltung markiert. Carmen Calvo, 1997 Repräsentantin der Republik auf der Biennale di Venezia, verkörpert mit ihren frechen Eingriffen in Bücher die wiedergewonnene Internationalität. Spanien vollzieht nach Jahrzehnten der Verspätung seinen Prozeß der Zivilisation. Die Galerie lang läßt einige Etappen davon wenn nicht verstehen, so zumindest sehen
España - Paisatges y otras cosas
04.05 - 06.06.2001

Galerie Lang Wien
1010 Wien, Seilerstätte 16
Tel: +43 (0)676 3353 641
Email: glw@glw.at
http://www.galerielangwien.at
Öffnungszeiten: geschlossen


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