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Cathrin Pichler-Preistr├Ąger 2024: Samuel Bich

Der von der Stadt Wien geförderte und mit 2.500 Euro dotierte Cathrin Pichler-Preis für Studierende oder Absolvent_innen der Akademie der bildenden Künste Wien geht 2024 an Samuel Bich. 1990 in Aalen, Deutschland geboren, absolvierte Bich 2019 sein Diplom im Fachbereich Textuelle Bildhauerei.

Archive-, ihre Materialien und die damit verschränkten Prozesse der Speicherung, der Zugänglichkeit von Wissen, sowie des Ausstellens und Publizierens dienen Samuel Bich für seine künstlerische Praxis Feldforschung und Fundbeschreibungen. Die Jury überzeugte seine Einreichung mit dem gleichermaßen poetischen wie konzeptuell stringenten Titel „Recognition maybe, may not be useful – Cathrin Pichler Bibliothek“.
Als Skulptur und Recherchesammlung reaktiviert der Künstler das Werk der österreichischen Kuratorin und Denkerin Cathrin Pichler, durch ein imaginäres Netz von Querverbindungen, das Zeitlichkeiten und Analogien bis hin zur Ebene ihres Namens erzeugt, Gegenwart und Vergangenheit verschränkt, vermeintlich gesichertes Wissen in Bewegung bringt. Den Netzen der Macht und Kategorisierungsstrategien stehen so Bichs Koordinaten der Verwirklichungsbedingungen gegenüber – als Motor strategischer Wiederauffüllung– gleich der bekanntesten Ausstellung Pichlers – „Der Wunderblock“.

Für die Jury ist Samuel Bich damit ein idealer Preisträger, „der auch dazu beiträgt, das Werk, die Praxis und das Wirken von Cathrin Pichler zu aktualisieren und weiter zu reflektieren“. Der Preis wird seit 2017 in Erinnerung an die Denkerin, Kuratorin und Autorin Cathrin Pichler (1946-2012) verliehen.

Jury-Mitglieder 2024
Verena Kaspar-Eisert, Dorit Margreiter, Ruth Schnell, Stefanie Seibold, Magdalena Stöger und Felicitas Thun-Hohenstein

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Abbildung: Samuel Bich, Recognition maybe, may not be useful
Ausstellungsansicht Cathrin Pichler Bibliothek 2,40 x 3,40 x 1m, mit Büchern und Glasedition von Louise Lawler - "Recognition maybe, may not be useful" (1990/2022 die Künstlerin mit Sprüth Magers Berlin), Foto: © Valerie Groth 

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