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Art Austria: Hauptsache Kunst aus Österreich

Schon zum 15. Mal lädt die Art Austria zum Flanieren durch die Messestände der 33. Ausstellenden Galerien und Kunsthandlungen und natürlich auch zum Kunstkaufen ein. Während die erste Ausgabe (--> das artmagazine berichtete https://www.artmagazine.cc/content35141.html) noch den Schwerpunkt auf Kunst von den 1920er bis zu den 1980er Jahren setzte präsentiert man mittlerweile Werke quer durch die Jahrtausende, mit einem klaren Fokus auf Österreichisches des 20. und 21. Jahrhunderts. Antiken bringt Christoph Bacher auf die Messe, der u.a. eine etruskische Vase oder Aufbewahrungsgefäß aus dem 6. Jahrhundert v.Chr., das auf einer Seite ein Relief eines Ebers und auf der andere Seite einen kauernden Hasen zeigt.

Dass die negativen Seiten der Pandemie, sich auch ins Positive kehren können, zeigen neue Aquarelle von Günter Brus, die bei der Galerie Sommer und Estermann Kunst zu finden sind. Nachdem Brus‘ liebstes Gasthaus während der Lockdowns geschlossen war, hat sich der mittlerweile 84-Jährige wieder in sein Atelier begeben und dort eine neue Serie von kleinen Aquarellen begonnen.

Generell folgen die Aussteller dem bewährten Prinzip, einen Querschnitt aus ihrem Programm zu zeigen. Internationale Kunst ist eher die Ausnahme und findet sich z.B. mit Banksys „Wrong War“ bei Gerald Hartinger, oder den ausgesprochen dekorativen Bildern des Schweizers Heinrich Bobst beim Kunsthandel Florian Kolhammer. Die Österreichische Kunstgeschichte ab den 1950er Jahren manifestiert sich dann im Spektrum von Max Weiler in der Galerie bei der Albertina oder einer großen Leinwand von Franz Grabmayr, nicht mit den späteren dicken Farbschichten sondern lasiert mit Stofffarben bei der Galerie Welz. Natürlich findet man in vielen Messeständen Rainer, Nitsch und Staudacher, aber auch eine Wand voller kleiner Pflanzenskulpturen von Thomas Stimm bei der Galerie Reinisch sowie neue Werke von Zenita Komad bei Petra Seiser und Julia Avramidis bei der Galerie L.Art. Die Galerie Kovacek zeigt Arbeiten aus der neuen Serie „Give Peace a Hand“ von Sabine j. Wiedenhofer. Estermann Kunst präsentiert eine Zeichnung aus 1972 der großartigen Martha Jungwirth. Dies nur einige Beispiele aus der umfangreichen Palette die sich in den Messeständen finden lässt.

„In Erwartung“, so der Titel eines Ölbildes von Xenia Hausner beim Kunsthandel Runge, sind die Teilnehmer was Besuch und Umsatz auf der Art Austria betrifft, und das sollte angesichts der positiven Entwicklung der Kunstmesse in den vergangenen 15 Jahren auch zufriedenstellend möglich sein.

Mehr Texte von Werner Remm

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Art Austria
06 - 08.05.2022

Art Austria
1070 Wien, MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1
Tel: +43/676/924 6008
Email: office@art-port.cc
http://www.art-austria.info


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