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Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen geht an Mary Bauermeister

Mary Bauermeister ist die erste Preisträgerin des neuen, zentralen Kunstpreises des Landes Nordrhein-Westfalen. Die in Rösrath bei Köln lebende bildende Künstlerin wird nach einstimmigen Beschluss der Jury für ihr herausragendes künstlerisches Gesamtwerk geehrt. Der Kunstpreis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Bauermeister ließ sich nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken Mitte der 1950er Jahre in Köln nieder. Ihr Atelier in Köln gilt als Geburtsstätte der Fluxus-Bewegung und der Kunststadt Köln. Dort fanden in den frühen 1960er Jahren erste Veranstaltungen und Performances von u.a. Nam June Paik, John Cage und Otto Piene in Deutschland statt. Nach einer Einzelausstellung im Stedelijk Museum Amsterdam im Jahr 1962 zog Bauermeister nach New York, wo sie als eine der ersten Künstlerinnen vom Kunstmarkt akzeptiert und gefeiert wurde. Eine Wertschätzung, die ihr in den USA deutlich früher als in Deutschland zuteil wurde, wo sie noch lange im Schatten des berühmten Komponisten Karlheinz Stockhausen stand, mit dem sie zwischen 1967 und 1973 verheiratet war. Bauermeisters Werk umfasst neben Zeichnungen und Gemälden vor allem Objektbilder und Installationen sowie Landschaftsgestaltungen. Das Werk bewegt sich zwischen den Themenfeldern Kunst, Poesie, Natur, Musik, Mathematik, Esoterik und Wissenschaft – stets im Verbund mit gesellschaftlichen und politischen Diskursen. Ihre Arbeiten sind unter anderem im Besitz des Museum of Modern Art, des Whitney Museum, des Guggenheim Museum (alle in New York), des Hirshhorn Museum in Washington, des Stedelijk Museum und des Museum Ludwig in Köln. Bauermeister ist im Jahr 2020 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Neben der Preisträgerin des Kunstpreises haben Ministerpräsident Hendrik Wüst und Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen auch die Preisträgerinnen und Preisträger des neuaufgelegten Förderpreises bekanntgegeben. Mit dem Förderpreis werden bereits seit 1957 herausragend begabte junge Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet. Nach einer Neuausrichtung wird der mit 15.000 Euro dotierte Förderpreis nun ebenfalls einmal jährlich jeweils in den Sparten Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst und Visuelle Künste verliehen. Auch bei der Vergabe des Förderpreises stehen Künstlerinnen und Künstler im Fokus, die biografisch oder durch ihr Schaffen eine Verbindung zu Nordrhein-Westfalen aufweisen. In diesem Jahr erhalten Lambert Latzke (Baukunst), Thibaut Surugue (Musik), Enis Maci (Literatur), Pinar Karabulut (Darstellende Kunst) und Silke Schönfeld (Visuelle Künste) den Förderpreis.

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Abbildung: Mary Bauermeister - Foto: MKW NRW - Simon Stockhausen

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