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Carolee Schneemann erhält in Venedig den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk

Die 1939 in Fox Chase, Pennsylvania, geborene Künstlerin, Choreografin, Performerin und Autorin Carolee Schneemann wird von der Biennale von Venedig für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Schneemann studierte am New Yorker Bard College und der Columbia University und der University of Illinois. Schon in ihrer frühen Akt-, Landschafts- und Portraitmalerei entwickelte sie ein eigenständiges malerisches Vokabular, das sich einerseits mit geschlechterspezifischen Wahrnehmungsmechanismen des Körpers auseinandersetzte, andererseits die Malerei über die Einbeziehung von Alltagsgegenständen erweiterte.

Diese Weiterentwicklung führte sie zum Experimentalfilm, zur Fotografie und Performance. Als Feministin setzt sich Schneemann intensiv mit dem weiblichen Körper im gesellschaftlichen Kontext auseinander, thematisiert dabei aber immer wieder auch Erotik und Lust aus ihrer privaten Sichtweise.

"Im Gegensatz zur traditionellen Darstellung der Frauen bloß als nacktes Objekt, hat Schneemann den nackten Körper als ursprüngliche, archaische Kraft genutzt, die Energien bündeln kann. [...] Mit der Nutzung einer breiten Palette an Medien wie Malerei, Film, Video und Performance schreibt Schneemann ihre persönliche Geschichte der Kunst und widersetzt sich der Idee einer Geschichte ("his-tory"), die ausschließlich vom männlichen Blickwinkel aus erzählt wird", begründete Christine Macel, Kuratorin der 57. Biennale von Venedig die Wahl.

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