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Annika Kahrs erhält das VG Stipendium 2017 der Stiftung Vordemberge-Gildewart

13.03.17

Die 1984 in Achim, Niedersachsen geborene Annika Kahrs ist die diesjährige Preisträgerin des mit 60.000 Schweizer Franken dotierten Stipendiums der Stiftung Vordemberge-Gildewart. Es ist dies eine der wichtigsten Auszeichnungen zur Nachwuchsförderung.

Annika Kahrs zeigt in der Stipendiumsausstellung die Videoarbeit »Sea-Pool« von 2016 sowie drei Zeichnungen, die in Kooperation mit Seeleuten entstanden sind. Die Seefahrer, die sie im Seemannsclub in Bremerhaven getroffen hat, schildern anhand der skizzenhaften Zeichnungen ihre privaten Wohnsituationen. Die Videoarbeit ist ebenfalls in der Welt der Schifffahrt verortet. Drehort ist die Weser-Fähre, die Dauer des Films entspricht der Fahrzeit zum anderen Flussufer.

Annika Kahrs studierte von 2005 bis 2012 an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Harun Farocki und an der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Sie wurde bereits mit verschiedenen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, unter anderem mit dem Aufenthaltsstipendium der Cité Internationale des Arts, Paris (2015/16), dem Bremerhaven-Stipendium (2014) und dem George Maciunas Förderpreis (2012). Kahrs Arbeiten waren bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, darunter in der Hamburger Kunsthalle (2016), bei der 5. Biennale für zeitgenössische Kunst in Thessaloniki, Griechenland (2015), im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin (2015) und in der Peter Amby Galerie, Kopenhagen, Dänemark (2014).

Die schweizerische Stiftung Vordemberge-Gildewart hat es sich seit ihrer Gründung 1977 zum Ziel gesetzt, den Nachlass des Künstlers Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899 bis 1962) zu betreuen und in seinem Sinne jungen Künstlerinnen und Künstlern durch Vergabe von Stipendien den Weg ihrer künstlerischen Karrieren zu ebnen. Die Förderung regionaler Kunstszenen ist ein zentrales Anliegen der Stiftung, deren Gründung auf die Initiative von Ilse Leda Vordemberge (1906 bis 1981) zurückgeht.

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