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Die Preisträgerinnen und Preisträger des Österreichischen Kunstpreises 2020

Der mit jeweils 15.000 Euro dotierte Preis wird heuer in den Sparten Bildende Kunst, Film, Kulturinitiativen, Künstlerische Fotografie, Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, Medienkunst sowie Musik vergeben. Hinzu kommt der Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur. Dieser wird seit 2016 jährlich in Würdigung von Hans Hollein für ein umfangreiches, auch international anerkanntes Werk vergeben. Der Preis ist ebenfalls mit Euro 15.000 dotiert.

Folgende Künstlerinnen und Künstler werden mit dem Österreichischen Kunstpreis 2020 ausgezeichnet:

Anna Jermolaewa Bildende Kunst
Geboren 1970 in St. Petersburg, lebt und arbeitet in Wien; 1998 Abschluss des Kunstgeschichtestudiums an der Universität Wien, 2002 Abschluss des Studiums an der Akademie der bildenden Künste Wien (Kunst und digitale Medien), von 2005 bis 2011 Professorin für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe/ZKM, seit 2018 Professorin an der Kunstuniversität Linz. Zahlreiche Ausstellung im In- und Ausland sowie Preise und Auszeichnungen. Anna Jermolaewa setzt sich in ihrer Arbeit mit jenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinander, die prekäre Machtverhältnisse, soziale Ungerechtigkeiten und politische Unterdrückung hervorbringen.

Hofstetter Kurt Medienkunst
Geboren 1959 in Linz, lebt und arbeitet in Wien. Künstlerische Schwerpunkte: Konzepte, Computer-, Licht- und Internet-Arbeiten, Medienkunstinstallationen im öffentlichen Raum, akusmatische Musik- und Klangarbeiten, Experimentalvideos in Zusammenarbeit mit Barbara Doser (Parallel Media), Prints, Skulpturen, Irrationale Muster. Seit 2002 veröffentlicht er wissenschaftliche Publikationen im Bereich der Geometrie. Zahlreiche Ausstellungen und permanente Installationen im In- und Ausland. Auszeichnungen u.a. 2015 Outstanding Artist Award in der Kategorie Interdisziplinarität und 1996 Brunel Award Commendation, Kopenhagen.

Inge Dick Künstlerische Fotografie
Geboren 1941 in Wien, lebt und arbeitet in Loibichl am Mondsee. Sie begann als künstlerische Autodidaktin, absolvierte ab 1962 ein Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Ab 1971 schuf sie als freischaffende Künstlerin konzeptionelle Malerei in der Tradition der klassischen Moderne; in den 1980er Jahren wurden Polaroid-Bilder zu zentralen Elementen ihrer Werke. Die Untersuchung von Licht, Zeit und Farbe ist das entscheidende Prinzip von Inge Dicks künstlerischer Arbeit. Inge Dick zählt mit ihren Fotoprojekten, ausgeführt mit großen Polaroid-Kameras, sowie mit ihren Filmprojekten zu den renommiertesten VertreterInnen der österreichischen Gegenwartskunst sowie zu den ausgefallenen Positionen der zeitgenössischen experimentellen Fotografie und Filmarbeit. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Preise sowie Stipendien. Mit ihren Werken ist die Künstlerin weltweit in Museen und Sammlungen vertreten.

esc – medien kunst labor Kulturinitiativen
esc definiert sich selbst als Kulturinitiative, die Kunstprojekte im Kontext neuer Kulturtechnologien initiiert und betreibt. Der Intention des esc medien kunst labor entsprechend werden künstlerische Arbeiten nicht nur über einen kurzen Zeitraum vermittelt, sondern über längere Zeitperioden mitverfolgt. Das esc medien kunst labor bietet österreichischen Künstlerinnen und Künstlern nicht nur die Möglichkeit, die Arbeiten internationaler Kolleginnen und Kollegen in einer Ausstellung kennenzulernen, sondern fördert im Rahmen des esclab ganz gezielt die Zusammenarbeit österreichischer Künstlerinnen und Künstler mit Kreativen aus anderen Nationen.

Die weiteren Preisträger*innen:
Norbert Pfaffenbichler Film
Renate Habinger Kinder- und Jugendliteratur
Kathrin Röggla Literatur
Susanne Kirchmayr (Electric Indigo) und Peter Ablinger Musik
Elsa Prochazka erhält den Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur.

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