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Open Call – Bauhaus Residenz 2020

Gemeinsamer Open Call der Stiftung Bauhaus Dessau und der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig.

Haus Gropius || Fiktional
Im Fokus stehen die Meisterhäuser, die nicht nur als Erinnerungsort für Vergangenes fungieren, sondern stets auch lebendiger Ausgangspunkt für gegenwärtige Debatten und Positionen sind. Die aktuellen Ideen, Experimente und Arbeiten, die während der Residenz entwickelt werden, sind der Öffentlichkeit durch Präsentationen, Atelierbesuche, Gespräche, Konzerte etc. zugänglich – auch schon während des Entstehungsprozesses.

Das Programm richtet sich an internationale Künstler*innen mit übergreifenden Bezügen zu den am Bauhaus historisch vertretenen und sich bis heute daraus entwickelnden Bereichen – wie Malerei, Produktdesign, Textilgestaltung, Musik, Bühne, Performance, Architektur und Fotografie.

Die Bauhaus Residenz besteht aus drei Formaten: einem Open Call, der sich an kollektiv arbeitende Künstler*innen richtet und den die Stiftung Bauhaus Dessau gemeinsam mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig ausschreibt, eingeladenen Künstler*innen und Autor*innen und einer Shared Residency für junge Musiker*innen mit der Kurt Weill Fest GmbH.

Jedes dieser drei Formate erhält einen öffentlichen Raum: Die Musiker*innen der Shared Residency präsentieren ihre Arbeit im Haus Moholy-Nagy, die Künstler*innen des Open Calls stellen im Obergeschoss des Hauses Gropius aus, die eingeladenen Künstler*innen und Autor*innen gestalten das Erdgeschoss des Hauses Gropius.

Kunstwerke und künstlerische Arbeitsprozesse schaffen spezifische neue Zugänge zur Welt und sind in diesem Sinne fiktional. Aufschlussreich ist dabei die Bedeutung von Fiktion, ein Begriff, der vom lateinischen Verb ‚fingere’ herkommt und nichts anderes als ‚gestalten, formen, sich ausdenken‘ bedeutet.

In ihrer Arbeit erforschen Künstler*innen immer wieder auch, wie sich Bedeutung und Wert in einer spezifischen Gegenwart konstituieren. Mit Fokus auf diese Untersuchung präsentiert Haus Gropius || Fiktional kollektive Formen künstlerischer Arbeit.

Teilnahmebedingungen

Der Open Call richtet sich an kollektiv arbeitende Künstler (2 bis maximal 6 Personen). Von besonderem Interesse sind neue Reflexionen gesellschaftlicher Kontexte und andere Zugänge zur Moderne. Mit der Betonung des Fiktionalen (also des Gestalteten, Geformten, Ausgedachten) geht einher, dass das Hauptaugenmerk auf der kritischen Auseinandersetzung mit dem Entstehungsprozess der Werke liegt. Gefragt wird daher auch nach innovativen Präsentationsformen der Entstehungsprozesse. Wünschenswert ist ein Bezug der Arbeit zum Jahresthema 2020 der Stiftung Bauhaus Dessau: Habitat. Habitat begreift das Wohnen als kulturelle Praxis und geht damit auf Abstand zum modernen Verständnis der Wohnung als universell anwendbarer Wohnmaschine.

Bewerbung (deutsch oder englisch)
* je ein Lebenslauf für alle Mitglieder des Kollektivs
* Arbeitsmappe mit Beispielen von Arbeiten der individuellen Mitglieder oder Gemeinschaftsarbeiten
* Vorhaben für ein konkretes Projekt, das während des Residenzaufenthalts abgeschlossen werden kann und einen Bezug zum Bauhaus hat (maximal 2 Seiten). Wünschenswert sind ein Bezug der Arbeit zum Jahresthema 2020 der Stiftung Bauhaus Dessau „Habitat“ sowie ein Vorschlag, wie der Entstehungsprozess in die Präsentation einbezogen werden kann
* Bevorzugter Zeitrahmen für die Residenz (22. April – 14. Juli oder 1. September – 31. November)

Bewerbungsschluss
* 20. Januar 2020
* Einsendung per E-Mail (PDF-Dokument, maximal 5 MB) an residenz@bauhaus-dessau.de

Jury
* Für das Jahr 2020 werden zwei Kollektive ausgewählt. Die Auswahl wird im Februar 2020 bekanntgegeben.
* Die Jury besteht aus den folgenden Mitgliedern:
* Dr. Claudia Perren, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau
* Franciska Zólyom, Direktorin und Kuratorin
* Marion von Osten, Kuratorin
* Susanne Weiß, Kuratorin
* Dr. Florian Strob, Forscher und Kurator der Stiftung Bauhaus Dessau

Leistungen der Stiftung

Die Stiftung Bauhaus Dessau stellt angenommenen Künstler*innen für drei Monate folgende Ressourcen zur Verfügung:
* Leben und Arbeiten im Muche / Schlemmer Haus
* Vergütung für drei Monate von insgesamt 4.800 Euro
* Die Gelegenheit, während ihres Aufenthalts Arbeiten zu präsentieren und in Dialog zu treten
* Unterstützung bei ihrer Forschung, bei der Organisation von Veranstaltungen sowie technische Hilfe und Öffentlichkeitsarbeit
* Öffentliche Ausstellung der entstandenen Arbeit im Gropius Haus über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten

Verantwortklichkeit der Künstler*innen
* Ankauf der für das Projekt benötigten Materialien
* Kranken- und Haftpflichtversicherung
* Visa
* Lebenshaltungskosten, Verpflegung
* Es steht den Künstler*innen frei mit Unterstützung der Stiftung Bauhaus Dessau weitere Mittel für ihren Aufenthalt zu beantragen

Residenzzeit
Die dreimonatigen Aufenthaltsstipendien finden nach Absprache mit der Stiftung zwischen 22. April und 14. Juli bzw. 1. September und 31. November 2020 statt. Die Anwesenheit in Dessau ist während der Residenz verbindlich.

Kontakt
Stiftung Bauhaus Dessau
Bauhaus Residenz / Dr. Florian Strob
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau
Tel. +49 340 – 6508 467
residenz@bauhaus-dessau.de

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