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Tatiana Trouvé erhält den Rosa-Schapire-Kunstpreis 2019

Die Auszeichnung wird in Erinnerung an die Kunsthistorikerin Rosa Schapire vom Verein der Freunde der Kunsthalle Hamburg vergeben. Dass die Wahl auf die Künstlerin Tatjana Trouvé fiel, kommentierte der Verein in einer Aussendung so: “ Mit Tatiana Trouvé wird eine beeindruckende Künstlerin prämiert. Rosa Schapire hätte das originelle und zugleich tiefgründige Werk der Preisträgerin gefallen".

Die französische Bildhauerin und Installationskünstlerin Tatiana Trouvé wurde 1968 in Cosenza, Italien geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in Dakar, danach studierte sie Kunst in den Niederlanden und in der Villa Arson in Nizza. Ihr Werk umfasst Bronzeskulpturen, Installationen, Objekte, Zeichnungen sowie die Gestaltung der Ausstellungsräume, in der ihre Arbeiten präsentiert werden, dabei thematisiert sie im Besonderen das Verhältnis von Raum und Zeit. 2007 hat sie auf der Biennale di Venezia und 2010 auf der Biennale von São Paulo ausgestellt. Derzeit lebt und arbeitet sie in Paris.

Eine Besonderheit des Rosa-Schapire-Kunstpreis besteht darin, dass keine Jury, sondern jeweils eine Einzelperson mit der Wahl der Preisträgerin / des Preisträgers betraut wird. Für das Jahr 2019 wurde Alexia Fabre mit der Auswahl betraut. Alexia Fabre ist bereits seit der Gründung des Musée d'Art Contemporain du Val-de-Marne in Vitry-sur-Seine in Frankreich dessen Chefkuratorin und war maßgeblich am Aufbau des Museums beteiligt. Seit seiner Eröffnung 2005 ist Fabre verantwortlich für die Entwicklung und das Ausstellungsprogramm des MAC VAL. Von 2007 bis 2011 unterrichtete sie an der École du Louvre. In den Jahren 2009 und 2011 leitete sie gemeinsam mit Frank Lamy, dem Kurator für Sonderausstellungen im MAC VAL, die Nuit Blanche in Paris. Fabre war 2017 Gastkuratorin bei der Biennale Manif d’Art Quebec City in Kanada und 2019 Mitkuratorin der Ausstellung „The Moon“ im Grand Palais.

Die Kunsthistorikerin Rosa Schapire hat ihre Wurzeln in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Sie wurde in Brody, Ostgalizien geboren und konnte Kunstgeschichte an der Universität Zürich, Universität Leipzig, Humboldt-Universität zu Berlin und Universität Heidelberg studieren. Sie ging nach Hamburg und begann ihre Publikationstätigkeit. Dort kam sie in Kontakt mit den Künstlern der Vereinigung Die Brücke und schloss eine enge Freundschaft mit einem deren Gründer Karl Schmidt-Rotluff dessen Föderin und Sammlerin sie wurde. Von den Nationalsozialisten zur Emigration nach London gezwungen konnte sie ihre Sammlung seiner Werke retten und überließ diese später der Tate Gallery in der sie 1954 schließlich in der nähe seiner Bilder verstarb.

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Abbildung: Tatiana Trouvé, Foto: Foto: Claire Dorn

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