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Slavi Soucek-Preis für Graphik des Landes Salzburg 2019 an Monika Pichler

Die Jury entschied einstimmig, den mit 7.000 Euro dotierten Slavi Soucek-Preis für Graphik an Monika Pichler zu verleihen. Die 1961 in Hallein geborene Künstlerin hat seit Jahrzehnten ein umfangreiches Werk an Siebdrucken geschaffen und durch ihre Lehrtätigkeit an der Universität für Gestaltung in Linz viele junge Kunstschaffende für diese Technik begeistert.

Jurybegründung:
Die Verleihung des Slavi Soucek-Preises an Monika Pichler würdigt eine künstlerische Position, die das Medium der Grafik als präzises Mittel der Transformation von Wirklichkeiten, der Sichtbarmachung von Wahrnehmungen, sowie der Statuierung von persönlichen Haltungen und Beobachtungen der Künstlerin nützt. Monika Pichler verhandelt in ihren grafischen Serien Fremdes und Vertrautes, Fernes und Nahes, Öffentliches und Privates an einer grafisch besetzten Schnittstelle, die subtile Bildzustände zwischen dem Eigenen und dem Anderen sowie Konzepten der Präsentation und der Repräsentation erzeugt. In Verbindung mit verschiedensten Materialien und einer permanenten Befragung von möglichen Bildträgern und –formen erweist sich ihr bisheriges Gesamtwerk als ein hochaktuelles und gleichzeitig höchst persönliches Konzept über Bildkulturen und ihre mediale Vermittlung im Medium der Grafik.

Arbeiten der Soucek-Stipendiatinnen Tina Greisberger und Pavla Czeinerová sowie der Soucek-Preisträgerin 2019 Monika Pichler sind bis 9. März 2019 im Traklhaus in Salzburg zu sehen.

Monika Pichler zeigt in dieser Ausstellung im Säulenraum Arbeiten aus verschiedenen Serien, die in den letzten zwanzig Jahren entstanden sind. Sie arbeitet vorwiegend mit der Siebdruck-Technik, die sie verwendet, um eigene Fotos und Montagen auf verschiedene Materialien zu übertragen.

Pichlers Bilder sind Reisen in Ausschnitte der Welt, irreal angeordnet, auf andere Realitäten verweisend. Es sind aber auch Reisen in haptische Welten, die die Wahrnehmbarkeit des Materiellen in den Vordergrund treten lassen. Meist entstehen Serien von Serigrafien, die die Künstlerin eigenhändig ausführt. Das Fotomaterial wird durch den Druck verändert und neue Bedeutungen der Aufnahmen entstehen.

Die Fotos, die Monika Pichler von ihren vielen Reisen mitbringt, zeugen von einer ästhetisch-politischen Auseinandersetzung mit den Orten, sozialen Verhältnissen, Geschichten ihrer Begegnungen und ihrer eigenen Biografie.

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Abbildung © LMZ/Neumayr/Leo

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