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Der österreichische Fotograf Paul Kranzler ist für den August-Sander-Preis nominiert

Aus über 160 Einsendungen wurde auch der österreichische Fotograf Paul Kranzler unter die acht Nominierten für den mit 5.000 Euro dotierten August-Sander-Preis gereiht.


Paul Kranzler, geboren 1979 in Linz, wurde für seine Serie „Syndicate 18 / Youth Portraits“ nominiert. Syndicate 18 erstreckte sich über einen Zeitraum von rund 20 Jahren und dokumentiert direkt und schonungslos Jugendliche in so unterschiedlichen Staädten/Regionen wie Linz, Los Angeles, Wien oder Brandenburg in Deutschland. Begonnen hatte Kranzler das Projekt in seiner direkten Umgebung, mit Selbstporträts und Fotos seiner Freunde, noch ohne künstlerisches Konzept. Erst später begann er gezielt an Projekten über Jugend bzw. Jugendkultur zu arbeiten. Syndicate 18 wurde 2017 als Beilage des Buches „ KYLIE BRITNEY CHRISTINA PAMELA PINK“ vom Fotohof, Sazlburg publiziert.


Die weiteren Nominierten für den August Sander Preis sind:
Hieronymus Ahrens (Deutschland): „City for the Blind“, 2016–2017
Michele Borzoni (Italien): „Workers Buyout“, 2017
Snezhana von Büdingen (Russland/Deutschland): „Begegnung mit Sofie“, 2017–2018
Dan Hirsch (Israel/Deutschland): „My Life as a Man“, seit 2009
Masixole Ncevu (Südafrika): „Isolation“, 2017
Francesco Neri (Italien): „Farmers“, 2016–2018
Nelli Palomäki (Finnland): „Shared“, seit 2016


„Die unterschiedlichen thematischen Ausrichtungen der eingereichten Konvolute haben zeitaktuelle Fragestellungen politischer und gesellschaftlicher Natur erörtert, Lebensentwürfe und biographische Episoden zum Ausdruck gebracht sowie medienreflexive Bereiche ausgelotet – dies alles nicht zuletzt in einer weitgehend hohen künstlerischen Qualität“, so befand das Auswahlgremium, bestehend aus Dr. Anja Bartenbach (Stifterfamilie), Gabriele Conrath-Scholl (Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur), Hans Eijkelboom (Künstler), Prof. Dr. Ursula Frohne (Universität Münster) und Dr. Gabriele Hofer-Hagenauer (Landesgalerie Linz / Oberösterreichisches Landesmuseum).


Am 24. April wird bekanntgegeben, wer gewonnen hat. Die feierliche Preisverleihung findet am 6. September im Rahmen der Ausstellungseröffnung „August Sander: Meisterwerke – Photographien aus Menschen des 20. Jahrhunderts“ in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln statt.


Mit dem August-Sander-Preis, der fortan alle zwei Jahre ausgelobt werden soll, verbindet sich die Idee, junge zeitgenössische künstlerische Ansätze im Sinne der sachlichkonzeptuellen Photographie zu fördern. Die Namensgebung des Preises erklärt sich dadurch, dass Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur mit dem August Sander Archiv das weltweit größte Konvolut mit originalen Werken August Sanders (1876–1964) besitzt. Vor dem Hintergrund der bedeutenden Porträtphotographien von August Sander sollen sich die Bewerber/-innen vorrangig auf das Thema des menschlichen Porträts beziehen.


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Abbildung: Paul Kranzler: Mädchen mit American Head Charge T-Shirt, Hollywood, Los Angeles 2009, aus der Serie „SYNDICATE 18, Jugendportraits 1993–2013 GER/AUT/UK/USA“, © Paul Kranzler

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