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Väter_Töchter: Family Buisness

Ganz entgegen den eher geringen Erwartungen die solche von Verwandtschaft inspirierten Ausstellungen sonst rechtfertigen, ist diese Schau sehr spannend und gelungen. Nicht zuletzt deshalb weil es tatsächlich gelingt teils frappante Ähnlichkeiten und Parallelen in den Arbeiten der Künstlerinnen und ihrer Väter zu erkennen. So entstehen bei Nieves Salzmann etwa ganz ähnliche architektonische Landschaften wie bei Gottfried Salzmann, nur dass ganz entgegen dem Klischee hier die Tochter auf der großformatigen Leinwand und der Vater eher kleinformatige Aquarelle malt. Ganz anders hingegen bei Catharina und Walter Vopava, hier sind die intensiv farbig leuchtenden, an traditionelle afrikanische Stoffmuster erinnernden Bilder von Catharina geradezu diametral den jeweils auf eine Farbe und deren Abmischung und Abstufung reduzierten Werken des Vaters entgegengesetzt. Bei Deborah und Peter Sengl sind es der schwarze Humor und die Liebe zu Bizarrem wodurch die sonst sehr verschiedenen Arbeiten dennoch klar und eindeutig aufeinander bezogen werden können. Während hier der Vater seine Meisterschaft in der komplexen Verdichtung verschiedenster Sujets gefunden hat, reduziert die Tochter ihre großformatigen Bilder auf ein gekonnt auf der einfärbigen Leinwand platziertes Motiv. Ebenso auf einige gekonnt gesetzte Striche reduziert aber ungleich verspielter präsentieren sich die Arbeiten von Suse Krawagna, während Peter Krawagna zwar abstrakte aber dennoch an der Natur orientiert scheinende Schemen auf die Leinwand setzt. Es ist erstaunlich – wenn auch bei dieser Auswahl an KünstlerInnen erwartbar, dass beinahe jedes gezeigte Objekt der Ausstellung von hervorragender künstlerischer Qualität ist und sich so eine zwar alles andere als einheitliche aber dennoch sehr sehenswerte Schau ergibt.
Mehr Texte von Wolfgang Pichler

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Väter_Töchter
06.09 - 04.10.2013

Strabag artlounge
1220 Wien, Donau-City-Straße 9
Tel: +43 / 1 / 22 422 - 18 48
http://www.strabag-kunstforum.at


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