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Neues teuerstes Kunstwerk der Welt

Zuerst hielt der Weltrekord fast sechs Jahre, dann keine sechs Monate: Im Mai 2004 wechselte Pablo Picassos „Garcon à la pipe“ für 104,16 Millionen Dollar bei Sotheby’s in New York den Besitzer und stieß damit den seit 1990 regierenden Vincent van Gogh vom Thron der höchsten jemals in einer Auktion für ein Kunstwerk erzielten Wert. Im Februar 2010 toppte Alberto Giacomettis noch zu Lebzeiten des Künstlers gegossene Bronze „L’homme qui marche“ alle Erwartungen, als ein anonymer Sammler bei Sotheby’s in London 65 Millionen Pfund bzw. umgerechnet 104,32 Millionen Dollar bewilligte. Auch dieser Wert ist nun seit gestern Nacht Geschichte: Am Abend des 4. Mai gelangte bei Christie’s in New York Pablo Picassos „Nu au plateau de sculpteur“ zur Auktion und das Gemälde aus dem Jahr 1932 sollte entsprechend des angesetzten Schätzwertes zwischen 70 und 90 Millionen Dollar einspielen. In einem minutenlangen Bietgefecht ließ das aus der Sammlung Brody stammende Werk die Erwartungen schnell hinter sich. Erst bei 106,48 Millionen Dollar fiel der Zuschlag zugunsten eines anonymen Bieters. Das markiert einen neuen Weltrekord für ein versteigertes Kunstwerk – allerdings „nur“ in Dollar. Aufgrund von Währungsschwankungen und der zunehmenden Dollarschwäche ist die Euro-Reihung eine andere: Hier liegt noch immer Picassos „Garcon à la pipe“ (84,83 Mio.) an der Spitze, gefolgt von Giacometti (74,18 Mio.) und dem aktuellen Picasso (81,99 Mio.) New York setzt starkes Zeichen für den Markt Insgesamt war es für Christie’s eine der erfolgreicheren Auktionen in der Geschichte des Unternehmens. Bemessen an den wirtschaftlichen Entwicklungen seit 2008 setzte New York auch ein starkes Zeichen für den Markt: 69 im Zuge der Abendauktion Impressionist & Modern Art zur Versteigerung gelangende Kunstwerke sollten sich bei Christie’s mit 266,18 bis 373 Millionen Dollar zu Buche schlagen. 59 Besitzerwechsel summierten sich schließlich auf ein Einspielergebnis von 335,54 Millionen Dollar (258,37 Mio. Euro). Dies ist der höchste seit Jahresbeginn in einer einzelnen Auktion erzielte Umsatz und toppt auch jenen, den sich Sotheby’s im Februar (235,65 Mio. Dollar / 167,57 Mio. Euro) in London in die Bücher notieren durfte.

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