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Schiller

Am 10. November hat Friedrich Schiller Geburtstag; er wird 250. Ihm zu Ehren etwas aus seinem Gedicht den Frauen zu Ehren von 1796: Würde der Frauen   Ehret die Frauen! sie flechten und weben   Himmlische Rosen ins irdische Leben,   Flechten der Liebe beglückendes Band,   Und in der Grazie züchtigem Schleier   Nähren sie wachsam das ewige Feuer   Schöner Gefühle mit heiliger Hand.       Ewig aus der Wahrheit Schranken       Schweift des Mannes wilde Kraft;       Unstät treiben die Gedanken       Auf dem Meer der Leidenschaft;       Gierig greift er in die Ferne,       Nimmer wird sein Herz gestillt;       Rastlos durch entlegne Sterne       Jagt er seines Traumes Bild. Es geht noch weiter, etc. etc. Schiller, gezeichnet von Johann Christian Reinhart, 1787 Zitieren wir nun einen Romantiker. Also einen Modernen. August Wilhelm Schlegel. Schillers Lob der Frauen   Ehret die Frauen! Sie stricken die Strümpfe,   Wollig und warm, zu durchwaten die Sümpfe,   Flicken zerrißene Pantalons aus;   Kochen dem Manne die kräftigen Suppen,   Putzen den Kindern die niedlichen Puppen,   Halten mit mäßigem Wochengeld Haus.       Doch der Mann, der tölpelhafte       Find't am Zarten nicht Geschmack.       Zum gegohrnen Gerstensafte       Raucht er immerfort Taback;       Brummt, wie Bären an der Kette,       Knufft die Kinder spat und fruh;       Und dem Weibchen, nachts im Bette,       Kehrt er gleich den Rücken zu. Damit das vor lauter 9. November nicht untergeht.

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