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Von Eiern und Gartenstühlen

Erstmals gelangte vergangene Woche eine private Sammlung Vintage-Fotografien der 1920er bis 1950er im deutschsprachigen Raum auf den Markt. Die Sonderauktion "Bauhaus bis Fotoform" bescherte dem Kunsthaus Lempertz (Köln) ein Gesamtergebnis von umgerechnet 5,2 Million Schilling. Die knapp 300 Lot umfassende Offerte deckte die wichtigen Strömungen des 20. Jahrhunderts, ausgehend vom Bauhaus, ab. Herausragende Ergebnisse erzielten vor allem Arbeite der 20er und 30er Jahre, etwa Aenne Biermanns Gelatineabzug "Eier", die geschätzt auf 91.000 Schilling bis auf 357.000 angehoben werden konnten; das vor 1932 entstandene Foto gilt als eine der konsequentesten Arbeiten der früh verstorbenen Autodidaktin, die zum Kreis der "neuen Photographinnen" zählte. Aber auch Regionales entfachte die Leidenschaft ferner Sammler ? eine Ansicht des Hamburger Hafens von Germaine Krull wechselte erst bei 204.000 in kanadischen Sammlerbesitz. Schließlich bestätigten Klassiker der Gruppe "fotoform" ihre Bedeutung für deutsche Fotografie. Insbesondere Arbeiten von Peter Keetman, Toni Schneiders und Otto Steinert wurden zum Teil weit über ihren Taxen zugeschlagen: Keetman?s "Gartenstühle" wechselten entgegen den ursprünglichen Erwartungen von 35.000 erst bei knapp 124.000 in eine süddeutsche Sammlung und Otto Steinert?s "Pariser Strukturen" von 1950 bei rund 75.000 in den kalifornischen Handel.

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