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Dauerbrenner Egon

Was wären die Wiener Kunstauktionen ohne Schiele? Diese Frage drängt sich eigentlich jedes Mal auf. Neben Klimt zählt Egon Schiele wohl zum einzig international anerkannte Verkaufsschlager der heimischen Klassischen Moderne. Nach überproportionalem Anzeigen-Auftritt wird bei den WKA kommende Woche auch ein entsprechender Zuschlag erwartet. Freilich, im Gegensatz zu dem 1998 für 40 Millionen Schilling (netto) versteigerten Mädchen sieht die "Allegorische Figur", ein Selbstporträt mit Maske, nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Technik etwas verhärmt drein. Zwischen 9 und 12 Millionen Schilling liegen die durchaus gerechtfertigten Erwartungen. Auf rund 180 Positionen beläuft sich das am Dienstag zu versteigernde Angebot der Sparte Gemälde; darunter auch einige wunderbare Ikonen der Klassischen Moderne, etwa Oskar Laskes "Procession du St.Sang" (300/500.000 Schilling). Die Auswahl an Antiquitäten reicht von Glasobjekten aus mehreren Jahrhunderten über Volkskunst, hier u.a. eine Sammlung an bäuerlichen Krippenfiguren um die Wende des 19./20. Jahrhunderts, bis zu Möbeln. In erster Kategorie zählen orientalisierende Gläser zu den Highlights. So etwa das bis vor kurzem in der Auslage der Glasgalerie Kovacek positionierte Titellos, eine Moschee-Ampel von Josephe Brocards, Paris 1877 (05,-1 Mio Schilling), oder Arbeiten von J. & L. Lobmeyr, wie der große Krug aus der "Arabischen Serie", Wien um 1880, bei dem ein Zuschlag zwischen 150.000 und 250.000 Schilling erwartet wird. Gemälde 15. Mai 2001, Beginn 17.00 Uhr Antiquitäten 16. Mai 2001, Beginn 15.00 Uhr

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