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Gedämpfte Stimmung

60. Kunstauktion im Kinsky mit lahmer Nachfrage Den Vergleich mit der ersten von zwei Herbstsitzung im vergangenen Jahr wird man im Kinsky dieser Tage kaum anstreben wollen: Auf 5,56 Millionen Euro belief sich der Nettoumsatz im Oktober 2005, wovon allein die damals erstmals mit einem eigenen Katalog platzierte Sparte Alter Meister 1,17 Millionen stellte (aktuell 0,8 Mio). Zwölf Monate später summierten sich die Gebote aus den Sitzungen der 60. Kunstauktion (4./5. Oktober) gerade mal auf 1,9 Millionen Euro. Die aktuelle Umsatzbilanz nach drei Auktionen beläuft sich auf 7,9 Millionen Euro netto. Im Vergleichszeitraum 2005 verbuchte man nach vier Durchgängen 13,56 Millionen Euro. Wenig spannende Momente Durch Bietgefechte aufgeheizte Stimmung wollte wohl während keiner der Spartensitzungen aufkommen, wie Sitzplätze diesmal keine Mangelware darstellten. Spannende Momente waren in der klaren Minderheit, das meiste dümpelte im Bereich des Limits dahin. In der Sektion Antiquitäten gehörten eine Du Paquier Teekanne mit Rechaud, für die ein Schweizer Sammlerpaar 16.000 Euro (8000-12.000) deponierte, ebenso zu den Höhepunkten wie der Willkomm-Pokal aus Wurzelholz. Das in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts datierte Gefäß ging mit einem Rufpreis von 7000 Euro ins Rennen und wechselte erst bei 35.000 Euro in englischen Besitz. Bei Gemälden dominierte selektive Nachfrage, die sich in niedrigeren Verkaufsquoten äußerte. Knapp 64 Prozent des Alt Meister Angebotes setzte man vergangenes Jahr ab, aktuell blieb es bei 59 Prozent, wobei die Positionen der Sammlung "Art & Tie Collection" mit besonders niedrigen Taxen lockten. Dementsprechend quittierte dies das spärlich angetretene Publikum - zumeist fiel der Hammer zugunsten von Auftragskäufer oder Telefonbieter - diese dann mit Geboten über den Schätzwerten. Besonders deutlich etwa bei Johann Baptist Lampis "Zarin Maria Fjodorowna" die von acht Telefonbietern von 6000 auf 60.000 Euro angehoben und schließlich einem polnischen Käufer zugeschlagen wurde. Die Sparte Gemälde des 19. Jahrhunderts schien mehr zu gefallen und sorgte nicht zuletzt durch aktive Teilnahme des Handels für ein höheres Preisniveau. Der höchste Zuschlag entfiel bei 71.000 Euro im Bereich des unteren Schätzwertes (70.000-140.000) auf den Katalogtitel, Olga Wisinger-Florians Artischockenblüte in der Normandie.

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