Werbung
,

(Markt)Objekt der Woche: Dürer-Sudoku von 1514

In Melencolia I findet sich das erste dokumentierte Sudoku der Kunstgeschichte Sogar Raffael schmückte seine Werkstatt mit den Blättern Dürers, denn der 1471 als drittes von 18 Kindern eines ungarischen Goldschmiedes in Nürnberg geborene Künstler erhob die damals jungen grafischen Techniken auf ein neues Level: Dank seiner wurden Kupferstich und Holzschnitt auch im Kreis der Malerei, Zeichnung oder Skulptur anerkannte Kunstgattungen. Am 20. September versteigert Christie`s in London (Druckgrafik Alter Meister) einen der drei Meisterstiche Albrecht Dürers: "Melencolia I" (Melancholie), 1514 ausgeführt, das zu einem der rätselhaftesten Werke der Kunstgeschichte zählt. "Ikonographisch regelrecht überladen", merkt Experte Tim Schmelcher an, und Wikipedia widmet dem Blatt und seinen symbolischen Bildinhalten gar einen eigenen Eintrag.

Magisches Zahlenquadrat in Wien

In der rechten oberen Bildhälfte findet sich ein Zahlenquadrat, das die Herzen der Sudoku-Fangemeinde höher schlagen lässt. Einziger Wermutstropfen - es ist gelöst: Wie man es dreht und wendet - die Quersumme je Spalte, je Diagonale oder auch nur die der zweistelligen Ziffern verweisen auf das Todesdatum Dürers Mutter (17. Mai 1514). Eine Version der "Melencolia I" hält die Albertina im Sammlungsbestand. Zur detaillierten Betrachtung haben Interessierte jetzt auch Dank Christie`s eine Chance: Im Rahmen der Schaustellungen macht der Kupferstich von 1514 für 24 Stunden Station in Wien. Begleitet wird das auf umgerechnet 22.000 bis rund 30.000 Euro geschätzte Werk von neun anderen, darunter eine jüngst an die Erben von Rudolf Ritter von Gutmann restituierte Arbeit aus der Frühzeit der Spielkartengeschichte aus dem 15. Jahrhundert.

Ausstellung:
Christie`s Wien, Bankgasse 1, 1010 Wien Montag, den 11. September von 16.00 bis 18.00 Uhr Dienstag, den 12. September von 9.00 bis 15.00 Uhr
Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Melencolia_I

Ihre Meinung

Noch kein Posting in diesem Forum

Das artmagazine bietet allen LeserInnen die Möglichkeit, ihre Meinung zu Artikeln, Ausstellungen und Themen abzugeben. Das artmagazine übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der abgegebenen Meinungen, behält sich aber vor, Beiträge die gegen geltendes Recht verstoßen oder grob unsachlich oder moralisch bedenklich sind, nach eigenem Ermessen zu löschen.

© 2000 - 2022 artmagazine Kunst-Informationsgesellschaft m.b.H.

Bezahlte Anzeige
Bezahlte Anzeige
Bezahlte Anzeige
Gefördert durch: