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Rekordpreis für Frida Kahlo

Selbstportrait erzielt in New York 5,61 Millionen Dollar Die mexikanische Malerin Frida Kahlo gilt als bekannteste Künstlerin Lateinamerikas. Vergangenes Jahr widmete ihr die Tate Modern eine groß angelegte Ausstellung und ebendort war auch das 1943 gemalte "Roots" zu sehen. Wie mehr als ein Drittel ihres Ouevres handelt es sich bei dem Bild um ein Selbstporträt, in dem sie die Wiedervereinigung mit ihrem geschiedenen Ex-Mann Diego Rivera, ihrer Lebensliebe, verewigte. Liegend, wie Kahlo aufgrund ihrer Erkrankung an Kinderlähmung und einem schweren Unfall im Alter von 18 Jahren auch den größten Teil ihres Leben verbracht hat. Das seid 20 Jahren in Privatbesitz befindliche Werk gelangte am 24. Mai bei Sotheby`s in New York bei einer Taxe von 5 bis 7 Millionen Dollar zur Auktion und wechselte diesen Erwartungen gemäß bei 5,61 Millionen und damit zum höchsten Preis der je für ein Kahlo-Werk in einem Auktionssaal erzielten Preis an einen anonymen Telefonbieter. Der bisherige Künstlerrekord stammt aus dem Jahr 2000, als Sotheby`s ein frühes Selbstporträt von 1929 für 5,06 Millionen Dollar versteigerte, dem damals höchsten Auktionspreis für eine Künstlerin weltweit. Den Gesamtumsatz von 18,65 Millionen Dollar durfte sich Sotheby`s aktuell in die Chronik der Unternehmensgeschichte notieren - es ist das bislang beste Ergebnis der Sparte Latin American Art.

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Fakten und Fakten
vesuv79 | 01.06.2006 12:16 | antworten
Frida Kahlo hatte zwar als Kind Kinderlähmung, was einerseits ein traumatisches Erlebnis für das bewegungsfreudige Kind war, sie andererseits durch die lange Rekonvaleszenz darin bestärkte anders zu sein, genesen ist sie jedoch völlig von dieser Krankheit. Die Bettlägrigkeit, bzw. besser gesagt das spätere lebenslange körperliche Leiden Kahlos beruht einzig und allein darauf, dass sie mit 18 Jahren in einen schweren Unfall verwickelt war. Auch dass dieses Bild auf die Lebensbeziehung zu Diego Riviera zu deuten ist, ist eher schwer zu belegen, geht es doch in Kahlos Bildern immer wieder um ihre Verwurzelung in Bezug auf Mexiko, das Land in dem sie lebte, das sie liebte und mit dem sie sich total identifizierte. Schon der Titel "Roots" lässt doch auf diese Verwurzelung eher schließen als auf das - medial sicher beliebtere - Diego Riviera-Thema.

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