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Rekordergebnis von EUR 6,4 Millionen

Allen Unkenrufen der Konjunkturpessimisten zum Trotz fuhren fünf Mitglieder der International Auctioneers das beste Ergebnis seit des gemeinsamen Marktauftrittes ein. Im Angebot waren in Zürich, Köln, Wien, Madrid und Mailand ausgesuchte Werke der Moderne gestanden. Ein besonders starkes Lebenszeichen gaben Teilnehmer des italienischen wie des deutschen Marktes von sich. Marino Marinis von Finarte Mailand ausgebotene große Bronzeskulptur "Cavaliere", eine idealisierte Darstellung der Reiter-Pferd-Verbindung, hantelte sich von den Erwartungen bei EUR 600.000 bis auf schier unglaubliche EUR 1,32 Millionen. Über Koller (Zürich) gelangte "Il povere pescatore" Mario Sironis um 1924/25 zur Auktion. Bei einer Taxe von EUR 20.000 engagierten sich in Zürich acht Telefonbieter bis auf 400.000 bis Mailand einstieg und den Hammerpreis bei EUR 550.000 finalisierte. Mit einer unteren Schätzwertsumme von mehr als EUR 3 Millionen fuhr Lempertz mit EUR 2,5 das beste Ergebnis ein; das Kölner Auktionshaus hatte sein Angebot sowohl über die eigene Firmierung als auch die IA Gruppe ausgeboten. Höhepunkt war das Bietergerangel um Emil Noldes "Blaue Stimmung" von 1905, das für etwas mehr als EUR 562.000 den Besitzer wechselte; seine "Rotweiße Amaryllis und gelbe Blüten", um 1930 geschaffen, fand bei 81.800 einen Käufer in Mailand. Ebenso war ein dem publizierten Werkverzeichnis bisher unbekannt gebliebenes Gemälde von Jean-Paul Riopelle angeboten worden. Die um 1952/53 entstandene lyrisch-abstrakte "Composition" wurde nach einem langem, heftigen Bietgefecht für fast EUR 389.000 und damit einem Auktionsweltrekord in eine europäische Privatsammlung abgegeben. Auch das Dorotheum in Wien zog zufrieden Resümee: die Erwartungen (EUR 433.000) wurden zu 76 Prozent nach Wert erfüllt (EUR 327.028). Unter anderem konnte Alfons Waldes "Zwei Bäuerinnen am Weg" von 1927 zur unteren Taxe bei EUR 65.000 und Gustav Klimts Frauenkopf um das Dreifache der Schätzungen bei EUR 43.600 zugeschlagen werden.

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