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Design

Der Zenit einer Sparte Dorotheum freut sich über fulminantes Ergebnis der Sparte Design Von 482.000 auf 529.000 auf 846.000 Euro. Hinter dieser eindrucksvollen Bilanz stehen die jüngsten Ergebnisse der Design-Sparte im Dorotheum. Parallel dazu steigerte sich auch die Nachfrage des Publikums: Im Mai 2004 konnte das Angebot zu 45 Prozent, im Herbst zu 50 und nunmehr, am 28. April 2005, zu 57 Prozent abgesetzt werden. Und weil die jüngste auch die bislang beste Bilanz in der Geschichte der Sparte markiert, streut man sich selbst gerne Rosen und bezeichnet sie als die "neben den Alten Meistern wohl internationalste des Hauses". Worauf diese Aussage basiert? Vermutlich auf der im Angebot vertretenen Nationenvielfalt. Und es hat wohl auch mit der richtigen Vermarktung zu tun, denn ein feines französisches Möbel aus dem 16. Jahrhundert stößt hierzulande auf weniger Interesse als auf den entsprechenden internationalen Absatzmärkten. Dagegen ist Design eine weltweit anerkannte und in ihrem Charakteristikum viel globalere Kategorie, als es etwa Glas & Porzellan oder Silber sein könnte. Zudem ist das Angebot hier keinerlei Zeitlimit unterworfen, heißt hier werden Objekte aus den 20er Jahren und Neuausführungen im harmonischen Miteinander angeboten. Ein Tee-Kaffee-Service aus Sterling-Silber, ausgeführt 2002, käme in der Offerte der Silber-Sparte einem Faux-pax gleich. Im Design-Umfeld sorgt es dagegen erwartungsgemäß für den höchsten Zuschlag einer Auktion. Made in Austria Entworfen wurde erwähntes Service von Zaha Hadid und es wechselte für stolze 40.000 Euro über ein schriftliches Gebot. Weniger gefragt schien der Jugendstil. Josef Maria Olbrichs Notenschrank (50.000-55.000), ein ihm zugeordnetes kleines Buffet (13.000-15.000) und der ihm zugeschriebene Hocker (3500-5000) blieben ohne Gebote. Nur für dokumentierter Ware deponierte man im Bereich der angesetzten Taxen, für einen Hoffmann-Fauteuil aus dem Musiksalon des Sanatorium Purkersdorf 11.000 Euro (10.000-12.000) oder 38.000 Euro für einen Loos-Klassiker, den Tisch mit eingelegten grünen Kacheln (28.000-35.000). Was in der Kategorie Made in Austria gefiel? Die klare Antwort: Carl Auböck. Die vermutlich durch einen vor kurzem erschienen Werkstätten-Katalog geschürte Einbringungs-Flut rechnete sich. Auch heute noch hergestelltes blieb im Bereich der angesetzten Taxen, etwa die Buchkrippe (Modell 3606) die bei 850 Euro zugeschlagen wurde. Anderes überstieg die Erwartungen: etwa ein Baumtisch aus den 50er Jahren wechselte erst bei 3000 Euro (700-900) und zwei Besteckgarnituren, auf der Weltausstellung in Brüssel 1958 ausgezeichnet, erst für je 3200 Euro (700-1000) den Besitzer. Auf reges Interesse stießen Entwürfe aus Deutschland, Italien und Frankreich. Ein 1925 im Bauhaus-Umfeld gewebter Wandbehang wechselte für 32 000 Euro (25 000-30 000) den Besitzer. Nach Italien wanderte die große, mit applizierten Blüten versehene Deckenleuchte Seguso Vetri d`Arte, um 1958/60 in Murano ausgeführt, für 11 000 Euro ab und Ettore Sottsass` Memphis-Label, das Carlton-Bücherregal, gefiel gar bis zu 15.000 Euro (4000-6000). Maurice Calkas 1970 entworfener und das Cover des Auktionskatalogs zierender "Boomerang" Kunststoffschreibtisch organisch schwungvolle 24 000 Euro.

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