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54. Kunstauktion im Kinsky

Amerika liebt Schiele und die Schweiz Frau Lassnig Bis zu 16 Telefonate liefen am Dienstag Abend den 19. April gleichzeitig, die Sprachenvielfalt reichte von Italienisch, Englisch über Französisch und Deutsch - für Auktionator Otto Hans Ressler - "einfach herrlich". Die rege Nachfrage im Rahmen der 54. Auktion drückte sich dann sowohl bei einzelnen Zuschlägen weit über den Erwartungen, als auch bei starkem internationalem Interesse und schließlich mit hervorragenden 3,2 Millionen "im Kinsky" erwirtschafteten Euro (netto) für 160 Katalogpositionen aus. Rekordbrecher in eigener Sache Den höchsten Zuschlag des Abends erteilte man - das ist im kinsky schon fast Sitte - für ein Blatt Egon Schieles. Für das aus deutschem Privatbesitz stammende "Bildnis eines jungen Mannes" aus dem Jahr 1911 kumulierte das via mehrere Telefone eingebrachte Interesse in einem Zuschlag von 400.000 Euro, und damit im Bereich der Erwartungen, zu Gunsten eines amerikanischen Käufers. Ein solcher sicherte sich mit 125.000 Euro einen weiblichen Akt am Boden sitzend. In die Schweiz reichte man Schieles "Liegende" zum Limit von 50.000 Euro weiter. Und neuerdings darf man sich im Kinsky stolz als Rekordbrecher in eigener Sache bezeichnen, etwa für Arbeiten Franz Sedlaceks. 2004 verzeichnete der internationale Markt mit vier Gemälden - von insgesamt 11 seit 1989 erfassten - den bisherigen Angebots- und Zuschlags-Höhepunkt: "Industrielandschaft" wechselte im Palais an der Freyung für 130.000 Euro den Besitzer - davor lag der Rekord bei Sotheby?s New York ( "Gespenst über den Bäumen" 1996, 32 500 Dollar). Diese Woche überflügelte man den eigenen Meilenstein und verbuchte mit 160.000 Euro für "Lied in der Dämmerung" den bislang höchsten Zuschlag weltweit für diesen Künstler. Im Bereich zeitgenössischer Kunst - die Verkaufsquote lag über jener für Gemälde vor 1945 - gab man zeitgerecht zur Solo-Schau bei Essl eine frühe Arbeit Maria Lassnigs für gute 90.000 Euro ab; die Taxen waren bei 35.000 bis 100.000 Euro gelegen. Zu bezahlen hat dies - nach heftiger Gegenwehr eines Österreichers - nun ein Privatsammler aus der Schweiz.

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