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Villacher Frauenpreis geht an schau.Räume

Die Stadt Villach zeichnet am 29. September 2026 die Gründerinnen von schau.Räume für 17 Jahre feministische, queere und antirassistische Kulturarbeit aus. Der Villacher Frauenpreis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Seit 2009 entwickeln Katrin Ackerl Konstantin und Rosalia Kopeinig mit schau.Räume ein partizipatives Performanceformat, in dem Menschen selbst über ihr Leben und ihre Erfahrungen sprechen. Theater, Performances, Ausstellungen, Gespräche und Workshops: Die Formate wechseln, das Prinzip bleibt. Menschen, deren Perspektiven gesellschaftlich häufig marginalisiert oder unsichtbar gemacht werden, erzählen hier selbst. Die Arbeit von schau.Räume greift Themen auf, die im Kärntner Diskurs oftmals wenig Platz finden: Gewalt an Frauen* und Mädchen*, Rassismus und postmigrantische Wirklichkeit, queere Lebensrealitäten in der Region sowie soziale Herkunft und Klassenverhältnisse.

Getragen wird diese Arbeit von weit mehr als zwei Personen. Über die Jahre haben Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen, Vereine, Expert*innen des Alltags und Nachbar*innen schau.Räume mitgestaltet. Der Preis würdigt damit auch eine Arbeit, die kollektiv entstanden ist. Katrin Ackerl Konstantin ist Schauspielerin, Regisseurin und Kulturpsychologin und leitet schau.Räume künstlerisch. Rosalia Kopeinig ist Psychologin, verantwortet die Geschäftsführung sowie die biografische Arbeit und begleitet die Arbeitsprozesse mit den Guides.

Den Villacher Frauenpreis vergibt die Stadt Villach 2026 zum dritten Mal. Ausgezeichnet werden Personen, Gruppen und Initiativen, die sich in Villach für Frauen* und Mädchen*, feministische Anliegen und gesellschaftliche Gleichstellung engagieren.

Über schau.Räume: schau.Räume ist ein seit 2011 bestehendes interdisziplinäres und partizipatives Performanceformat in Villach/Beljak. Es verbindet künstlerische Produktion mit Bildungsarbeit, biografischem Storytelling und gesellschaftspolitischem Diskurs. Aus queer-feministischen, postmigrantischen und postkolonialen Perspektiven werden Leerstände und öffentliche Orte in künstlerische Diskurs-, Begegnungs- und Handlungsräume verwandelt.

⤇ schau.raeume.cc

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Abbildung: © Gerhard Maurer

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