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SIFAF: Kunst vom Keller bis zum Dachgeschoss

Nach ihrem Debut zur Osterzeit (⤇ das artmagazine berichtete) geht die SIFAF nun wieder im Haus Koller am Waagplatz in ihre zweite Runde. Noch bis zum 16. August zeigen elf Galerien und Kunsthändler:innen eine Auswahl aus dem jeweiligen Programm. Das sind um 9 Teilnehmende weniger als zu den Osterfestspielen, deren Publikum auch als deutlich interessierter an bildender Kunst und hochwertigen Antiquitäten gilt als jenes im Sommer. Das bedeutet für die Teilnehmenden vor allem mehr Platz um die meist recht diverse Auswahl an Kunstwerken präsentieren zu können. Neu hinzugekommen ist die Galerie art moments aus Wien, die einmal mehr Arbeiten von Enrique Fuentes zeigt und außerdem eine Gouache mit Spuren von Feuer, Rauch und Russ des deutschen Künstlers Otto Piene anbietet (€ 38.000). Aus Kitzbühel angereist ist die Galerie Dorner Bauer bei der u.a. die Bronze „Affentor“ von Jörg Immendorff um 68.000 Euro auf Käufer:innen wartet.

Doppelt präsent in Salzburg ist die Galerie Reinisch (Graz), die seit einigen Jahren eine Dependance in der Getreidegasse betreibt. Die Präsentation konzentriert sich allerdings vor allem darauf, die Besucher:innen der Messe in die Getreidegasse zu locken.  Sylvia Kovacek, die gemeinsam mit andern Kunsthändler:innen schon die Oster-Ausgabe der SIFAF initiiert hatte, zeigt neben ihrem klassischen Programm diesmal mit Kovacek Contemporary auch Werke von 1990 bis zu jüngsten Arbeiten, etwa von Gunter Damisch und Doug Argue dem die Galerie einen ganzen Raum widmet (Preise von € 800 bis 16.000 €).

Die einzelnen Räumlichkeiten des im Jahre 1181 erstmals urkundlich erwähnten Hauses Koller bieten nicht übermäßig viel Platz für die Messestände, trotzdem ist es der Galerie bel etage gelungen, ein monumentales Triptychon des österreichischen Malers, Bildhauers und Arztes Hermann Vinzenz Heller (1866 – 1949) mit einer Gesamtbreite von knapp 10 Metern unter zu bringen – der Mittelteil im Eingangsbereich der Messe und die beiden Seitenteile im Keller, wo es zur Eröffnung der Messe ein Dinner für Kunstsammler:innen gab.

Eine weitere Sonderpräsentation liefert die Galerie Susanne Bauer mit einigen Beispielen der ehemaligen Manufaktur „Österreichische Keramik“ die heute allerdings zur Gmundner Keramik gehört. Der Kunsthandel Freller zeigt einige kürzlich aus einer umfangreichen Sammlung erworbene Arbeiten des Kärntner Künstlers Gerald Thomaschütz. Seine oft surrealen und an der Grenze zur Karikatur angesiedelten Werke sind ab rund 4.000 Euro zu erwerben. Daneben bietet der Linzer Händler noch einen „Bauernsonntag“ mit zwei kantigen Bauernfiguren von Alfons Walde der 850.000 Euro kosten soll. Das Kunsthaus Wiesinger hat in seinen beiden Räumen eine Auswahl aus dem Galerieprogramm von der klassischen Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst untergebracht und bei Kolhammer & Mahringer reicht das Angebot sogar zurück bis ins 14. Jahrhundert. Bei Walter Moskat, der eigentlich auf alte Uhren und Möbel spezialisiert ist, liegt der Schwerpunkt diesmal vor allem auf Gemälden.

Auf der SIFAF wartet also ein für die Größe der Messe umfangreiches Angebot auf das Publikum zur Festspielzeit.

Mehr Texte von Werner Remm

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SIFAF
06 - 16.08.2026

Haus Koller
5010 Salzburg, Waagplatz 2
https://www.sifaf.art/
Öffnungszeiten: 28.3. – 5.4. 2026 11 – 19 Uhr
6.4. 2026 11 – 18 Uhr


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