Joseph und Anna Fassbender-Preis 2026 der Stadt Brühl für Assunta Abdel Azim Mohamed
Kunstschaffende waren aufgerufen, sich mit Werken aus den Bereichen Handzeichnung und Druckgrafik für den Brühler Grafikpreis zu bewerben, für den keine Altersbegrenzung und Vorgaben bei der Ausbildung gelten.
Unter den vielseitigen Einreichungen stachen die Werke der 37. Preisträgerin hervor. In diesem Jahr schloss sie ihr Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien ab. Dort hatte sie bei Prof. Jan Svenungsson Handzeichnung und Druckgrafik studiert. Assunta Abdel Azim Mohamed n konnte sich gegen 160 weitere Einreichungen aus einem internationalen Bewerberfeld durchsetzen.
Ihre Entscheidung begründete die Jury, der neben dem Juryvorsitzenden die Kunstschaffenden Serena Ferrario und Lutz Fritsch, die Kunsthistorikerinnen Dr. Renate Goldmann und Madeleine Frey, die Nachwuchsjurorin Dr. Marie Sophie Beckmann sowie Inés Martínez-Palomo als Mitglied aus der Brühler Bevölkerung angehören, wie folgt:
„Die Künstlerin Assunta Abdel Azim Mohamed, 1993 in Klagenfurt geboren, überzeugte die Jury mit ihren figurativen Zeichnungen, in denen sie Motive aus Pop-Kultur und Alltagsszenen kombiniert. In den Werken zeigt sie einerseits vorwiegend Jugendliche, die mit diversen Attributen an Kleidung und Körper ausgestattet sind und dergestalt in Kommunikation treten, und andererseits Menschenansammlungen, die Historisches und Gegenwärtiges zusammenbringen. Durch die besondere Technik der feinen Kugelschreiberzeichnung sind die Details der in Szene gesetzten Menschen sorgfältig ausgearbeitet. Wie ein Filter überlagert die vereinheitliche Farbgebung in Blau oder Grün die Protagonisten ihrer narrativen Bildwerke. Hieraus ergeben sich Fragen zu Identität und Zugehörigkeit zu Gruppen und Communities versus Individualität und Coming-of-Age. In diesem Kontext taucht die Frage der Endlichkeit und des Todes – allem Rausch und Leben zum Trotz – immer wieder auf.“
Neben dem Preisgeld, das erneut durch eine großzügige Spende der Firma Smurfit Westrock auf 2.250 Euro erhöht werden konnte, richtet die Stadt Brühl der Gewinnerin eine Ausstellung in den Räumen der Brühler RathausGalerie (Steinweg 1) aus.
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Abbildung: Assunta Abdel Azim Mohamed, Trash talking II, 2025, Kugelschreiber auf Papier, © Bildrecht, Wien 2026
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