Erich Grabner Preis für künstlerische Grafik der Stadt Krems
Payer Gabriel, Michail Michailov, Katharina Sauermann und Desilava Unger sind die Preisträger:innen des Erich Grabner Preis für künstlerische Grafik der Stadt Krems 2026. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden von der hochkarätig besetzten Jury aus über 600 Einreichungen ausgewählt.
Der Preis der Stadt Krems ging an Payer Gabriel, das Künstler:innen Kollektiv von Micha Payer und Martin Gabriel. Mit O.T./Tableau No 10 aus der Serie „On Inscriptions“ setzen sie sich mit der Darstellbarkeit von Wissen und der Rolle der Zeichnung in wissenschaftlichen Kontexten auseinander. Das Werk überzeugte die Jury künstlerisch durch die formal eigenwillige und visuell eindringliche Lösung sowie die Kombination antiken Kulturguts mit Stücken des Alltags.
Michail Michailov erhielt den Preis des Landes Niederösterreich. Die Zeichnung weak points #18 aus der Serie „weak points“ lenkt mit dem Stilmittel des Trompe-l’œil die Aufmerksamkeit auf einen kleinen Mauerschaden in seinem Atelier. Für den Künstler sind „Schwachstellen in Häusern und Wohnungen eine Metapher für die Schwachstellen des menschlichen Denkens und Handelns“, auch in Bezug auf globale, vom Menschen verursachte Phänomene.
Mit der Serie Die Luftqualität ist schlechter als gestern zu dieser Zeit überzeugte Katharina Sauermann und bekam den Preis des Rotary Club Krems-Wachau verliehen. Für ihre Arbeiten sammelt sie Feinstaub der Großstadt und verarbeitet ihn zu abstrakten, dystopisch wirkenden Bildern. „Gerade aus dem Spannungsverhältnis zwischen ästhetischer Wirkung und realer Umweltbelastung beziehen diese Werke ihre besondere Kraft“, so die Jury.
Desislava Unger hebt sich mit ihrer dreiteiligen Serie Fragments of Happiness ab. Ihre Arbeiten verbinden Holzschnitt und Siebdruck. In handwerklich präzise ausgeführter Technik erschafft die Künstlerin zeit- und ortlose Bilder mit poetischer Kraft. In Details lassen sich Ornamente und Objekte erkennen, inspiriert während ihres Aufenthalts in der Guanlan Printmaking Base in China. Für diese Arbeit wurde sie mit dem Preis des Stifts Göttweig ausgezeichnet.
Die Jury des diesjährigen Erich Grabner Preis setzte sich aus Kulturmanagerin Gerda Ridler, den Kurator:innen Heike Eipeldauer und Jasper Sharp, der Kunsthistorikerin Katharina Prerovsky, dem Leiter des Kulturamts und des museumkrems Gregor Kremser, und der Kulturpublizistin Nina Schedlmayerzusammen.
Ausstellung paper unlimited_02
Die ausgezeichneten Kunstwerke sowie alle für den Erich Grabner Preis nominierten Arbeiten sind bis 15. November 2026 in der Ausstellung paper unlimited_02 im museumkrems zu sehen.
--
Abbildung: © Pamela Schmatz 1. Reihe von links:
Moderatorin Marie Sievers, Hannes Anderle (vertritt Michail Michailov, Preisträger Preis Land NÖ), Doris Denk (Bereichsleiterin für Bildung, Kultur und Tourismus der Stadt Krems), Desislava Unger (Preisträgerin Preis Stift Göttweig), Gerda Ridler (Jury), Elisabeth Kreuzhuber (Preisstifterin, Kulturbeauftragte der Stadt Krems), Katharina Sauermann (Preisträgerin Preis Rotary Club Krems-Wachau), Luciano Parodi (vertritt Payer Gabriel, Preisträger:innen Preis Stadt Krems)
2. Reihe von links:
Hermann Dikowitsch (Preisstifter, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur beim Amt der NÖ Landesregierung), Anna Mustapic (Gesamtorganisation, Kuratorin), Andrea Schwarzbauer (Bereichsleiterin für Kunst in der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich), Thomas Grabner, Hannelore Grabner, Peter Molnar (Bürgermeister der Stadt Krems), Gregor Kremser (Leiter Kulturamt und museumkrems, Jury), Thomas Hagmann (Preisstifter Rotary Club Krems-Wachau), Bernhard Rameder (Preisstifter, Kustos der Kunstsammlungen, Stift Göttweig), Subprior Pater Franz Schuster (Preisstifter, Stift Göttweig)
Teilen
