Ashley Hans Scheirl erhält Großen Kunstpreis für Bildende Kunst des Landes Salzburg
Mit dem Großen Kunstpreis des Landes Salzburg in der Sparte bildende Kunst wird Ashley Hans Scheirl ausgezeichnet. Scheirl zählt zu den bedeutendsten Künstler:innenpersönlichkeiten Österreichs und zu den zentralen Vorreiter:innen der internationalen Queer- und Transgender-Szene.
Das Werk Scheirls zeichnet sich durch die vielschichtige und konsequente Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Medien, wie Malerei, Video, Fotografie, Installation, Film und Performance aus und legt mit Schärfe und Humor die Zerbrechlichkeit des menschlichen Körpers schonungslos offen. „Scheirls Beiträge zur documenta 14 in Kassel/Athen und die Bespielung des österreichischen Pavillons zur Biennale di Venezia 2022 zeigen ihre große, internationale künstlerische Anerkennung“, so die Jury, bestehend aus Felicitas Thun-Hohenstein (Akademie der Bildenden Künste Wien), Martin Hochleitner (Salzburg Museum) und Harald Krejci (Museum der Moderne).
Ashley Hans Scheirl wurde 1956 in Salzburg geboren und erlangte in den 1980er und frühen 1990er Jahren zunächst Bekanntheit mit kurzen Experimentalfilmen. Danach wendete Scheirl sich verstärkt der Malerei und darin der Überschreitung der Grenzen zwischen Medien und Genres zu. Trans-gender, trans-medium, trans-genre wurde zum leitenden Prinzip von Scheirls Praxis.
Der mit 20.000 Euro dotierte große Kunstpreis ist der höchste Preis im Bereich Bildende Kunst des Landes Salzburg. Er wird im Vier-Jahres-Rhythmus abwechselnd mit Literatur, Musik und darstellende Kunst vergeben.
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Foto via Salzburger Landeskorrespondenz
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