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Die Sammlung feiern

Die Sammlung des MAK steht im Jahr 2026 im Zentrum des Jahresprogramms. Das liegt einerseits daran, dass zwei bedeutende Ausstellungsbereiche einer Neugestaltung unterzogen wurden. Da sind zum einen die Textilien und Teppiche, denen das Designstudio Formfantasma aus Mailand ein zeitgemäßes Setting verpasste. Und da ist der wohl bedeutendste Teil des 1864 als k. k. Österreichische Museum für Kunst und Industrie eröffnete Hauses am Stubenring, die Objekte der Ära Wien um 1900, für derne Neuaufstellung Generaldirektorin Lilli Hollein den Künstler Markus Schinwald gewinnen konnte. Dazu gibt es eine Soloschau einer Frau, die maßgeblich in diesem Umfeld tätig war: die Wiener Keramikerin Vally Wieselthier. Ebenfalls mit Highlights aus der Sammlung ergänzt wird die Ausstellung mit Beispielen aus der 120-jährigen Geschichte von Van Cleef & Arpels Haute Joaillerie.
Im Frühjahr zeigt das Mak außerdem Fotos der österreichischen Fotokünstlerin und Fotojournalistin Barbara Pflaum und die außergewöhnlichen Textilkreationen von Ursi Fürtler.

Im Rahmen der Kooperation mit den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und von Gropius Bau / Berliner Festspiele wird es dann zeitgenössischer und vor allem politischer: Mit der Personale Christoph Schlingensief. Es ist nicht mehr mein Problem! Zeigt das MAK die erste umfassende Personale des 2010 viel zu früh verstorbenen Künstlers. Die wenig später eröffnende Ausstellung von Thomas Demand zeigt neue Werke des deutschen Bildhauers und Fotografen, in denen er sich mit Bühnenbildentwürfen des Österreichischen Theatermuseums auseinandersetzt.

Die Kunst der Plakatgestaltung zeigt sich dieses Jahr gleich in drei Ausstellungen. Zum 75-jährigen Jubiläum der Wiener Festwochen zeigt das Mak eine Schau mit Plakaten des Festivals aus diesem Zeitraum. Die Vienna Design Week gibt es dieses Jahr seit 20 Jahren und eine Ausstellung präsentiert die Plakate der Initiative über die Jahre. Schon zum 21. Mal gezeigt wird die Ausstellung der innovativsten Köpfe der Grafikszene: 100 BESTE

PLAKATE 25. Deutschland Österreich Schweiz, die im November eröffnet wird.

Eine Einladung an das Publikum zur Mitwirkung ist die Ausstellung ARCHITEKTURBAUKÄSTEN 1890–1990. Die große Mitspielausstellung, in der die Besucher:innen ihr kreatives Gestaltungspotential erkunden können. Ebenfalls um Architektur geht es dann im Dezember, wenn in der MAK Ausstellungshalle die Schau VOR EINBRUCH DER DUNKELHEIT. Die Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit eröffnet wird. Die Gestaltung liegt dabei in den Händen der Bühnenbildnerin Anna Viebrock, die aktuell für das mumok die große erste Präsentation der neuen Direktorin Fatima Hellberg vorbereitet. Programm gib es das ganze Jahr über auch in den Außenstellen des MAK, dem Geymüllerschlössel in Wien, dem Josef Hoffmann Museum in Brtnice und dem MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles.

Nach einem Plus von 16% bei den Besucher:innen im Jahr 2025 und dem Jahresprogramm 2026 empfiehlt sich Lilli Hollein deutlich für eine weitere Amtszeit im MAK.

⤇ www.mak.at

Mehr Texte von Werner Remm

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