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MO_Kunstpreis 2026 geht an Nezaket Ekici

Die Kunstpreis-Jury hat sich mit der Performance-Künstlerin Nezaket Ekici für eine Künstlerin entschieden, die in den verschiedensten Medien zu Hause ist: Performance, Video, Installation, Malerei, Druckgrafik, Zeichnung oder Fotografie. Ihr Schwerpunkt liegt jedoch auf performativen Arbeiten.

Sie beschäftigt sich mit Themen wie Identität, Religion, Körper und Alltagskultur. Ihre Werke sind zuweilen humorvoll, wie die Videoperformance „Kaffeklatsch“ (2019), in der sie das feministische Potenzial des „Kaffeekränzchens“ als Ort das Austauschs auslotet, mal poetisch, wie die Performance „Celebration“ (2021), in der sie mit buntem Klebeband Kunst- und Lebensraum zu einem Gesamtkunstwerk vereint, oder hochpolitisch, wie bei der Arbeit „Essence_Turkey“ (2024), in der es um den Kampf um die Unantastbarkeit der Menschenwürde geht.

Nezaket Ekici wurde 1970 in Kırşehir in der Türkei geboren und kam im Alter von drei Jahren mit ihren Eltern nach Duisburg. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste München Bildhauerei, erwarb einen Magister-Abschluss in Kunstpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde anschließend Meisterschülerin von Marina Abramovic an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seitdem war Nezaket Ekici mit über 300 verschiedenen Performances und Installationen in mehr als 180 Städten in 70 Ländern auf vier Kontinenten zu sehen. Der Stadt Dortmund ist sie auf besondere Weise verbunden: 2024/25 war sie Mitglied im Beirat für ein Denkmal der Gastarbeiter*innen der Stadt Dortmund.

Verliehen wird der Preis am 11. Oktober um 11:30 Uhr im Dortmunder U. Zeitgleich wird die zugehörige Ausstellung im MO_Schaufenster eröffnet. Außerdem bekommt die Künstlerin ein Preigeld von 20.000 Euro, das zur Hälfte von den Freunden des MO und den Dortmunder Kulturbetrieben finanziert wird. Mit dem Preis ist ein Ankauf für die Sammlung des MO verbunden.

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Abbildung © Foto: Nihad Nino Pušija

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