Zwischen Kunst und Kulturgeschichte
Ein Plus an Besucher:innen von knapp 45% ist ein respektables Ergebnis das die OÖ Landes-Kultur GmbH für das jar 2025 präsentieren konnte. Die Zahlen gelten für den Standort Francisco Carolinum, das unter Direktor Alfred Weidinger zum Haus für Fotografie und Medienkunst wurde. So ganz ist das Programm aber noch nicht beim Publikum angekommen, denn in absoluten Zahlen waren es 18.159 Personen, die die Ausstellungen besucht haben. Weidinger sieht sich durch den Zuwachs aber in seinem Programm bestätigt, zumal auch das OK Linz, ebenfalls mit rein zeitgenössischem Programm, eine Steigerung von 15% verbuchen konnte – auf knapp 20.000 Besucher:innen.
Der Landesrechnungshof übte zuletzt scharfe Kritik an den niedrigen Zahlen, und der ausschließlich zeitgenössischen Ausrichtung der beiden Häuser, was seitens der Landes-Kultur GmbH zurecht als unzulässige Einmischung zurückgewiesen wurde.
Immerhin 20 Standorte verwaltet die Kultur Gmbh – vom Schlossmuseum Linz, das einen Blick auf die Natur-, Kultur- und Kunstgeschichte Oberösterreichs bis zu zeitgenössischen Ausstellungen bietet, bis zu Ausgrabungen aus der Römerzeit, einem Schifffahrtsmuseum an der Donau und dem Anton-Bruckner-Museum.
Das Ausstellungsprogramm für das Jahr 2026 ist entsprechend umfangreich. Im Francisco Carolinum beginnt das Jahr mit dem 200-jährigen Jubiläum der Fotografie und Ausstellungen u.a. von Annegret Soltau, deren Werk zu den wichtigsten Positionen feministisch inszenierter Fotografie und Body Art zählt, dem oberösterreichischen Fotografen Georg Petermichl und einer Ausstellung mit Preisträger:innen eines großen Fotowettbewerbes der sich an alle richtete, die Fotos machen, sei es künstlerisch, professionell oder privat als Hobby. Im Herbst gibt es dann eine Personale von Claudia Larcher, die sich intensiv mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzt und die erste institutionelle Soloschau von Anouk Lamm Anouk, die seit ihrer Auszeichnung mit dem STRABAG Art Award International im Jahr 2021 eine stele internationale Karriere hingelegt hat.
Das OK präsentiert Ausstellungen mit dem österreichischen Designer Peter Fellner, dem kolumbianischen Künstler Carlos Motta und Elisa Andessner. Im Schlossmuseum gibt es ein breites Programm aus Geschichte (Bauernkrieg 1626), Klimaforschung, Kunst – mit Dietmar Brehm und Sepp Auer – und teils bissiger Satire, mit einer Ausstellung des Karikaturisten Gerhard Haderer anlässlich seines 75. Gerburtstags.
Am Standort Bad Ischl werden Arbeiten Jakob Lena Knebl und Ina Loitzl ausgestellt und im Kubina-Haus Zwickledt sind Ausstellungen mit Michela Kessler und Ursula Hübner geplant.
Dazu kommen noch Projekte wie die Neuaufstellung der Sammlung Archäologie – Ur- und Frühgeschichte und die Umgestaltung des voestalpine openspace zu einem Raum für Talks, Workshops und Perfomances.
Detailliertes Pogramm unter ⤇ ooekultur.at
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