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Der 2. Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie geht an Nikolaus Korab

Der 2. Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2026 wird dem in Wien und in Niederösterreich arbeitenden und lebenden Fotokünstler Nikolaus Korab zuerkannt. Die Preisverleihung findet am Samstag, dem 30. Mai 2026 um 16 Uhr im großen Saal von Schloss Wolkersdorf im Weinviertel statt. Die Laudatio hält Peter Zawrel. Im Anschluss an die Preisverleihung wird die Ausstellung Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2026 mit Arbeiten des Preisträgers Nikolaus Korab, sowie einer Auswahl von Arbeiten der Finalist:innen Werner Feiersinger, Katharina Gruzei und Trude Lukacsek eröffnet.

Jurybegründung "Der zweite Elfriede-Mejchar-Preis geht an einen Künstler, der uns – die wir bereits in einem weit fortgeschrittenen digitalen Zeitalter leben – durch die konsequente Handhabung der analogen Großbildkamera daran erinnert, was ‚Photographie‘ in ihrem ursprünglichen Sinn ist, nämlich zeichnen (griechisch gráphein) mit Licht (griechisch phōs). Trotz aller späterer Verzweigungen im Œuvre der Namensgeberin des zu vergebenden Preises lag dieses Verständnis über viele Jahrzehnte ihrem Schaffen prägend zugrunde.

Nikolaus Korab macht das Licht zum eigentlichen Thema des fotografischen Bildes, ohne die Abbildfunktion der Fotografie aufzugeben. In seinen Porträts von Menschen, Architekturen und Räumen gewinnen Licht und Schatten von der tiefsten Dunkelheit bis zur schärfsten Helligkeit eine geradezu haptische Qualität. Immer führt das Gezeigte über den Bildrand hinaus in einen Raum der Imagination.

Korab wurde an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt zum Fotografen ausgebildet, studierte aber auch an der Wiener Filmakademie das Fach Kamera, wo es darum geht, einen konkreten dreidimensionalen Raum in einen optischen zweidimensionalen umzuwandeln, in dem sich die Handlung entfaltet. Mit der äußersten Reduktion und Konzentration der Bildelemente erzeugt Korab eine zeitlose Wirkung seiner Fotografien, die man als klassisch bezeichnen könnte. Aber nicht im Sinne von ‚alt‘, im Mustergültigen erstarrt, sondern im Sinne einer Unabhängigkeit von Zeit und Raum, Bedeutung und Wissen. Was wir sehen, bedarf keiner Erklärung; es ist uns unmittelbar zugänglich.“

Zur Erinnerung an das außergewöhnliche fotografische Schaffen von Elfriede Mejchar (1924 - 2020) haben die Erben – Susanne Gamauf, Charlotte Gohs, Fritz Simak, Katalin und Robert Zahornicky – 2023 den Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Kunst und Kultur und insbesondere die Fotografie zu fördern und durch die Auseinandersetzung mit dem fotografischen Schaffen von Elfriede Mejchar ihr Werk lebendig und in Erinnerung zu halten. Bewerben können sich Fotografinnen und Fotografen, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder seit drei Jahren ihren ständigen Wohnsitz in Österreich haben und in deren fotografischen Arbeiten es – im Sinne des Werks von Elfriede Mejchar – um das medienspezifisch Eigentliche der Fotografie geht.

Der biennal ausgeschriebene, mit € 7.000 dotierte Preis wurde 2024 erstmals vergeben. Mit dem Preis verbunden ist eine Ausstellung mit Arbeiten der Preisträgerin/des Preisträgers im Schloss Wolkersdorf im Weinviertel, in Zusammenarbeit mit FLUSS, der niederösterreichischen Initiative für Foto- und Medienkunst. Mit der in Wolkersdorf ansässigen Initiative FLUSS war Elfriede Mejchar mehr als 25 Jahre lang eng verbunden.

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Abbildung: Nikolaus Korab, Foto: Leonhard Hilzensauer © Bildrecht, Wien 2026 

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