House of Galleries: Höher, größer, Frankfurt
Der Trianon-Turm in Frankfurt geht immer noch "neue Wege" und gibt zum zweiten Mal das "House of Galleries". Das Gebäude im Bankenviertel ist das erste insolvente Hochhaus in Deutschland. Der Insolvenzverwalter hält die Immobilie dadurch im Gespräch, dass er die obersten Stockwerke Frankfurter Galerien und ihren Gästen für ein Wochenende überlässt.
Von der Vorstandsetage im 44. Stock abwärts zeigen in diesem Jahr 43 Galerien auf drei Ebenen Solo-Präsentationen in ehemaligen Büros. Die Frankfurter sind wieder fast geschlossen angetreten. Sie durften jeweils einen auswärtigen Kollegen einladen. Aus Wien sind heuer drei Teilnehmer dabei.
Parallel dazu zeigen sie auch noch in der Galerie von Jean-Claude Maier weitere Arbeiten. Er und Zeller van Almsick haben beide die Künstlerin Xenia Lesniewski im Programm, von der eine Arbeit auch schon zur Eröffnung an ein Unternehmen aus der Region verkauft wurde. Cornelis van Almsick freut sich vor allem über den institutionellen Zuspruch. Alle seien schon bei ihm gewesen, erklärt er.
Noch nicht ganz so weit ist die Galerie Christine König, die von Olaf Holzapfel unter anderem eine Arbeit mitgebracht hat, die auf der documenta 14 zu sehen war. Die Galerie Krobath tritt mit den an Neo Geo erinnernden Kompositionen von Elisa Alberti an.
Im Konzept der Zwischennutzung ähnelt House of Galleries durchaus der Parallel in Wien, allerdings wirkt die Durchführung professioneller, und das Angebot ist hochkarätiger. Damit hat Frankfurt fast so etwas wie eine Kunstmesse. Wiener Galerien und Sammler:innen könnten da neidisch werden.
Mehr Texte von Stefan Kobel 22 - 25.01.2026
Trianon
60325 Frankfurt, Mainzer Landstraße 16–24
https://www.frankfurtexperience.art
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