Das "Haus" aus dem Kunsthaus Bregenz wandert in die Schweiz
Im Rahmen der Ausstellung ███████ (⤇ hier die artmagazine Kritik) wurde im 3. Geschoss des Kunsthaus Bregenz ein bewohnbares, parasitäres Objekt installiert. Nach Ende der Ausstellung wandert das „Haus“ nun zu City SALTS an den Stadtrand von Basel, wo es als künstlerische Residenz und Ausstellungsraum weitergenutzt wird. City SALTS ist einer von zwei Standorten des Kunstvereins SALTS in Basel und wird von Benedikt Wyss und Samuel Leuenberger kuratiert.
Insgesamt gingen rund 50 Einreichungen im Kunsthaus Bregenz ein. Die Resonanz war weitreichend und international – es gab Bewerbungen aus New York, London, Berlin, Bern und Köln bis nach Indien, sowie aus Vorarlberg. Die Jury setzte sich aus ███████, Bernardo Bader, Architekt mit Lehrtätigkeit an der Akademie der Bildenden Künste München, sowie Karola Kraus, ehem. Generaldirektorin des mumok Wien und Lisa Hann, Leiterin des Ausstellungsprojekts im KUB, zusammen.
Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Die Jury würdigt die Einreichung von City SALTS als konsequente Weiterentwicklung des parasitären Prinzips, die das „Haus“ als neuen Arbeits- und Lebensraum mit der seit 2009 etablierten ortsspezifischen internationalen Programmatik des Kunstvereins verbindet. Die ganzjährig nutzbare Künstler*innenresidenz fügt sich organisch in die Ausstellungspavillons ein und ergänzt das Gefüge um ein essentielles, fehlendes Element. Besonders hervorzuheben ist die mutige Entscheidung, das Haus dauerhaft bewohnbar zu machen, die Isolierung durch landschaftliche Einbettung und die kluge Nutzung der bestehenden Infrastruktur, die die gewachsene Verschränkung von Kunst, Experiment und Öffentlichkeit nachhaltig vertieft.“
„City SALTS hat sich über die Jahre organisch entwickelt – als wachsendes Ensemble kleiner Ausstellungsräume in einem Garten am Stadtrand von Basel, am Ufer der Birs. Wir freuen uns, dass das Haus Teil dieser lebendigen Struktur wird, in der Kunst, Raum und Begegnung ineinanderfließen. Das Haus fügt sich in unsere Praxis ein, Kunstinstallationen in langfristig nutzbare Gefäße zu überführen. Dabei ergänzt es diese um eine lang ersehnte Dimension: den Raum zum Verweilen – als offene Residenz für Künstler*innen, Kurator*innen und ihre Gäste.“ beschreibt Kurator Benedikt Wyss die Zukunft des „Hauses“.
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Ausstellungansicht Kunsthaus Bregenz 2025, Foto: Markus Tretter
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