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Nnena Kalu erhält den Turner Prize 2025

Der wichtigste Kunstpreis Großbritanniens geht in diesem Jahr an die 1966 in Glasgow geborene Künstlerin Nnena Kalu.
Kalu ist Autistin und kann sich nur schwer artikulieren. Es ist dies das erste Mal, dass der Preis an eine neurodiverse Künstlerin verliehen wird.

Nnena Kalu schafft großformatige abstrakte Skulpturen und Zeichnungen. Oft entstehen sie direkt vor Ort im Ausstellungsraum und hängen von Wand oder Decke herab. Kalu beginnt mit einer Schlaufe, einem Rohr oder einer Armatur, die als Basis dient. Von dieser Basis aus wickelt, faltet und verknotet sie farbenfrohe Stoffbahnen aus wiederverwendeten Stoffresten, Seilen, Paketklebeband, Frischhaltefolie, Papier und den Bändern alter VHS-Kassetten. Diese leuchtenden Streifen und Längen bilden eine Form, die manchmal an ein Nest oder einen Kokon erinnert. Kalus Zeichnungen zeichnen sich durch wiederholte gestische Striche aus, die übereinander geschichtet sind und abstrakte Formen bilden, oft in Form von Wirbeln oder Spiralen. Jede Zeichnung entsteht im Stehen und besteht aus Strichen und Bewegungen, die in einer Serie, meist paarweise oder in kleinen Gruppen, mit Stiften, Bleistiften, Tusche, Graphit und Pastellkreide wiederholt werden. Die dichten, rhythmischen, wirbelartigen Linien und Farben spiegeln die Konturen ihrer Skulpturen wider.

Die weiteren Künstler:innen auf der diesjährigen Shortlist sind Rene Matić, Mohammed Sami und Zadie Xa. IHre Werke sind gemeinsam mit jenen Nnena Kalus noch bis zum 22. Februar 2026 in der Cartwright Hall Art Gallery, Bradford zu sehen.

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Abbildung: Nnena Kalu, Turner Prize 2025. Foto: James Speakman/PA Media Assignments

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