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Dorotheum Contemporary Week

Am 18. November startet die Dorotheum Contemporary Week mit der Auktion Moderne. Unter den 130 zur Versteigerung kommenden Werken stellt diesmal Egon Schiele das Toplos mit der Gouache Kauernder Rückenakt aus dem Jahr 1917, geschätzt auf 1,8 bis 2,5 Mio. Euro. Das 29,5 mal 45 cm große Blatt gehörte ursprünglich zur umfangreichen Kunstsammlung von August und Serena Lederer und kommt nach der Einigung zwischen dem jetzigen Besitzer und den Erben nach dem Mäzenatenpaar, das einst eine der größten Sammlungen von Werken Gustav Klimts besaß. Ebenfalls am 18. November kommt in New York Klimts Bildnis der Elisabeth Lederer, der Tochter des Sammlerpaars zur Versteigerung und könnte Auktionsgeschichte schreiben. Neben noch drei weiteren Zeichnungen von Egon Schiele ist Gustav Klimt mit ebenfalls drei Papierarbeiten vertreten. (Schätzpreis zwischen 40.000 und 120.000 Euro). Aus der wie immer umfangreichen Zahl italienischer Kunst sticht diesmal Giorgio de Chirico mit dem Gemälde Chevaux devant la mer (Due cavalli) hervor (600.000 bis 800.000 Euro), von dem noch zwei weitere Gemälde und zwei Zeichnungen angeboten werden. Unter den Werken österreichischer Künstler (nur ein Werk von Norbertine Bresslern-Roth durchbricht die Phalanx der Männer) ist das Gemälde Maukalm mit Larcheckspitze des Kunsthandels-Dauerbrenners Alfons Walde mit einem Schätzwert von 260.000 bis 380.000 am höchsten bewertet. Künstlerinnen sind generell rar in der Auktion. Neben der schon erwähnten Österreicherin Norbertine Bresslern-Roth sind nur weitere vier Frauen in der Auktion vertreten: Gabriele Münter, Sonia Delaunay, Alice Rahon und Fahrelnissa Zeid.

Bei den Zeitgenossen am 19. November schafft es immerhin eine Frau unter die ersten zehn teuersten Werke. Carla Accardis Scuro blu, 1963, ist auf 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt. Bei 600.000 Euro liegt der Schätzwert des Toploses der Auktion, Andy Warhols Siebdruckserie Ten Portraits of Jews of the Twentieth Century mit den Konterfeis von Sarah Bernhardt, Louis Brandeis, Martin Buber, Albert Einstein, Sigmund Freud, George Gershwin, Franz Kafka, The Marx Brothers, Golda Meir und Gertrude Stein. Schon ein Mal, im Jahr 2022 im Dorotheum versteigert wurde Herbert Brandls großformatiges Ölbild datiert mit 2005 das damals um 146.750 Euro (inklusive Aufgeld) in eine oberösterreichische Privatsammlung wechselte. Von dort kommt es nun mit einer Taxe von 90.000 bis 150.000 Euro zum Aufruf. Natürlich sind Hermann Nitsch, Arnulf Rainer und Erwin Wurm in der Auktion vertreten, Auch hier wenige Künstlerinnen mit Ausahme von der bereits erwähnten Carla Accardi gibt es noch zwei Aquarelle von Maria Lassnig, zwei von Martha Jungwirth, eine Keramik von Kiki Kogelnik und eine mixed-Media Arbeit der 1980 in Chicago geborenen Donna Huanca.

Die Auktion zeitgenössische Kunst II bringt traditionell günstigere Werke, wobei man für die Venetian Sausage Alexandrite von Erwin Wurm aus Murano Glas (Auflage 1/1 + 2 Exemplare) 40.000 bis 60.000 Euro veranschlagen muss. Wer nicht mehr als 10.000 Euro ausgeben möchte, findet in dieser Auktion Arbeiten von Chiharu Shiota, Hans Staudacher, Günther Förg oder Robert Schaberl.

Die Auktionen der Contemporary Week

⤇ Moderne, 18.11.2025, 18:00
⤇ Zeitgenössische Kunst I, 19.11.2025 18:00
⤇ Important and Noble Jewels, 20.11.2025, 13:00
⤇ Zeitgenössische Kunst II, 20.11.2025, 17:00
⤇Armband u. Taschenuhren, 21.11.2025, 13:00

Mehr Texte von Werner Remm

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