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Große Kunst für kleines Geld

Vom 22. bis 25. Mai gibt es eine Messepremiere in Wien: Im Rahmen der Affordable Artfair, werden 63 Galerien erstmals in der Marx Halle in Wien Kunstwerke zeigen, die für möglichst viele Interessierte „affordable“, also erschwinglich sein sollen.
Kunst einem breiten Publikum nicht nur im Rahmen von öffentlichen Ausstellungen zugänglich zu machen, sondern durch eine attraktive Preisgestaltung auch zum Erwerb anzuregen, wurde bereits bei anderen Veranstaltungen in Europa, Asien, Australien und den USA erfolgreich erprobt.

10.000 Euro sind das Maximum, das ein Kunstwerk im Rahmen der Kunstmesse kosten darf, es gibt aber natürlich eine große Auswahl von günstigeren Angeboten aus allen künstlerischen Medien und von renommierten Galerien. Harald Bichler setzt mit seiner Galerie Rauminhalt ganz auf die Werke von Gilbert Bretterbauer, der an der Schnittstelle von Kunst, Design und Installation arbeitet. Kurze, einprägsame Textfragmente kombiniert Andreas Leikauf mit eindrücklichen Sujets auf seinen Acrylbildern, die bei der Galerie Ernst Hilger zu erwerben sind. Mit limitierten Fotoprints begann in Berlin die Geschichte der Galerie Lumas von Stefanie Harig und Marc Ulrich, die heute 19 Filialen in Europa und den USA betreiben. Von Art in Print gibt es Editionen auf Papier von jungen und etablierten Künstler:innen aus Österreich.

Das Konzept der Beschränkung der Preise war lange Zeit umstritten, nachdem die Preise speziell bei zeitgenössischer Kunst in den letzten Jahren teils steil nach oben gingen. High Net Worth Individuals, sprich Menschen mit sehr viel Geld, trieben den Markt oft aus Spekulationsgründen immer weiter und Auktionshäuser, Galerie-Konzerne und Kunstmessen machten das Spiel nur zu gerne mit. Wer nicht über eine prall gefüllte Geldbörse verfügte, konnte allenfalls auf Entdeckerreise nach noch nicht bekannten Künstler:innen gehen.

Nun zeigt sich, dass auch das mittlere und untere Preissegment bei Kunstsammler:innen generell wieder stärker nachgefragt wird. Gut UND günstig sind also zwei Auswahlkriterien, die auch in der Kunst wieder zählen.

Dazu gibt es viele weitere Programmpnkte, wie Talks, Führungen, Live-Druckvorführungen und ein kreatives Kinderprogramm.

Affordable Art Fair Vienna
Freitag, 23. – Sonntag, 25. Mai 2025
Vernissage: Donnerstag, 22. Mai 2025, 14 – 21 Uhr Marx Halle, Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien
Website: www.affordableartfair.com
Instagram: @affordableartfairvienna

Mehr Texte von Werner Remm

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