One Moment in Time
Facing Time ist der Titel der diesjährigen Ausgabe der Vienna Art Week, die dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern kann. Es war wohl ein „facing time“ Moment im Jahr 2004, der Robert Punkenhofer und Martin Böhm, Geschäftsführer des Dorotheum, dazu veranlasste, eine ganze Woche mit Ausstellungseröffnungen, Führungen, Atelierbesuchen und Talks zu konzipieren, um die damals im Aufbruch befindliche Wiener Kunstszene international bekannter zu machen. Das neue Eventformat fand Gefallen beim Publikum und es fand vor allem viele Nachahmungsveranstaltungen weltweit.
Anfangs fand die Vienna Art Week noch gleichzeitig mit der Kunstmesse Viennafair im April statt, bereits im Jahr 2008 wechselte man als eigenständige Veranstaltung in den November und ab 2009 konzipierte man jeweils eine Ausstellung. Sogar in den schwierigen Jahren der Corona-Pandemie konnte die Vienna Art Week fast uneingeschränkt stattfinden. Einzig die Ausstellung „House of Rituals“ im Jahr 2020 war nur online zugänglich.
Das ursprüngliche Ziel, möglichst viele internationale Besucher:innen nach Wien zu bringen, konnte mittlerweile getrost angepasst werden. Wien ist längst ein Fixpunkt auf der Kunstlandkarte weltweit, nicht nur für seine Museen, sondern auch für die lebendige Szene aus Galerien, Offspaces und Ateliers. Der Fokus verschob sich dementsprechend auf das Publikum vor Ort, das besonders die Atelierrundgänge und Führungen durch Galerien und Museen zahlreich an Anspruch nahm.
Im Jubiläumsjahr wurde die Ausstellung leider zugunsten einer umfangreichen Publikation zu den vergangenen 19 Art Weeks geopfert, dafür ist das Programm umfangreicher denn je – und teils auch schon wieder ausgebucht.
Die erste Ausgabe der Vienna Art Week hat das artmagazine mit einer Glosse von Rainer Metzger (⤇ Hier der Link) kritisch willkommen geheißen. Zum Jubiläum wünschen wir der Vienna Art Week einfach alles Gute zum Geburtstag!
Mehr Texte von Werner Remm
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