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Kunstmessen Köln: Messe-Quartett lockt an den Rhein

Das war nicht immer so, sondern hat in Köln auch erst etabliert werden müssen. Zuvor bespielte man den Standort in einer Abfolge, später - gewinnbringend für alle Parteien - gleichzeitig. Einmal jährlich bedient ein Trio den Kunstmarkt: Für gesicherte Werte im Bereich Kunst und Antiquitäten die 35. Westdeutsche Kunst Messe Köln, die KunstKöln für Zeitgenössisches, Arbeiten auf Papier und Art Brut ( beide 21.-26.4.) sowie die Antiquariatsmesse Köln (23.-25.4.) , die nicht nur Erlesenes der Gutenberg-Jünger bietet, sondern auch Druckgrafik feilbietet. Begleitet werden sie von der Kunst-Technologie-Messe "exponatec cologne (20.-23.4.); letztere hat das breite Sammlerpublikum im Visier, genauso wie den Handel oder Ausstellungsmacher ganz allgemein. Vier Jahrtausende unter einem Dach Die Sitzfigur eines hohen Beamten aus der 17. Dynastie (um 1650 v. Chr.) dürfte der älteste, der "Querflötenbläser", von Gerhard Marcks 1957 in Bronze gegossen, einer der jüngsten Teilnehmer der 35. Westdeutschen Kunst Messe Köln sein, die vom 20. bis 26 April 2004 in den Rheinhallen der Koelnmesse stattfindet. Knapp vier Jahrtausende umspannt das Angebot der rund hundert Kunsthändler und Galeristen. Das Gros der Aussteller kommt aus Deutschland, unter sie mischen sich zwei Kollegen aus der Schweiz, sowie je einer aus Luxemburg, den Niederlanden, Österreich und Großbritannien. Dafür konzentriert sich die Auswahl nicht nur auf Objekte aus Europa, sondern bezieht auch außereuropäische Regionen von Afrika über Alt-Amerika bis nach China und Japan ein. Zwei Sonderausstellungen dokumentieren das: einmal afrikanische Kunst aus einer Kölner Privatsammlung, und dann noch anatolische Knüpfkunst mit 40 Teppichen aus vier Jahrhunderten. Erfolgreicher Messeverbund Mit 20.000 Besuchern innerhalb von drei Tagen durfte sich der Messeverbund schon vergangenes Jahr über guten Zulauf freuen. Das Buchangebot der 18. Antiquariatsmesse reicht von der Inkunabel (Frühdruck im Jahrhundert Gutenbergs (1499/1500) durch alle Jahrhunderte bis zu wertvollen Editionen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sehr reichhaltig ist das Originalgrafik-Angebot, das von Landkarten, Ortsansichten, Berufsdarstellungen und Karikaturen bis zur künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts reicht. Einige Händler haben sich darüber hinaus auf japanische Graphik in ausgesucht hoher Qualität spezialisiert, ein Sammelgebiet, das zunehmend Freunde gewinnt. Unter den insgesamt 33 Ausstellern herrscht überwiegender Deutschland-Schwerpunkt, je ein Händler kommt aus Frankreich bzw. den Niederlanden. Editionen gefragt Zum fünften Mal findet heuer die Kunstköln statt und das mit einem Erfolgsbonus aus dem vergangenen Jahr. Auf große Umsätze hatte damals kaum ein Aussteller gesetzt. Das Wort von "Flagge zeigen" und vom "Dagegenhalten in depressiv stimmenden Zeiten", war die Rede. Ferdinand Altnöder aus Salzburg brachte es so auf den Punkt: "Kunst ist das beste Antidepressivum!" Die Verkaufszahlen seien zwar nicht berauschend, aber dass ein so berühmter Sammler wie Bruno Decharme, dessen Kollektion ein Highlight dieser Messe bildet, bei ihm gekauft hat, hebe die allgemeine Stimmung. Spezialisiert auf "Editionen, Art Brut, Kunst nach 1980 und Fotografie" lockt jetzt wieder ein breites Spektrum künstlerischer Positionen und Medien an den Rhein. Rund 100 Galerien und Editionen zeigen Malerei, Arbeiten auf Papier, Fotografie, Druckgraphiken, Multiples und Künstlerbücher von international renommierten Künstlern, noch unentdeckten Talenten und jungem Nachwuchs. www.kunst-messe-koeln.de www.kunst-koeln.de www.antiquariatsmesse-koeln.de www.exponatec.de
Kunstmessen Köln
20.04.2004 - 20.04.2005

KunstKöln, Westdeutsche Kunstmesse Köln, Antiquariatsmesse Köln, Exponatec
50440 Köln,


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