Werbung

Die ersten Preistr├Ąger:innen des Manor Kunstpreises 2024 stehen fest

Die Jurys des Manor Kunstpreises haben aktuell vier Künstler:innen aus den verschiedensten Bereichen des künstlerischen Schaffens ausgewählt

Im Kunsthaus Centre d'art Pasquart in Biel/Bienne wurde Mathias Ringgenberg, alias PRICE von der Jury für den Kanton Bern ausgewählt. PRICE wurde 1986 in Rio de Janeiro geboren und studierte an der Hochschule der Künste Bern und an der Rietveld Academie in Amsterdam. PRICE ist sowohl in der Performance- als auch in der bildenden Kunst aktiv und entwickelte ein Werk, in dem sich verschiedene Räume überlagern: Theater- und Performancebühne, Club, digitaler Raum, Laufsteg oder Ausstellungsraum – ein jeder mit eigenen Ökosystemen, Mechanismen der Historisierung und des Ausschlusses, Normen und Potenzialen. Seine Arbeit wurde unter anderem in Trauma Bar, Berlin; Casa do Povo, São Paulo; Basel Social Club, Basel; Istituto Svizzero, Rom oder OCT0, Marseille gezeigt.

Für die Zentralschweiz, im Kunstmuseum Luzern, erhält Mahtola Wittmer den Manor Kunstpreis 2024. Die 1994 geborene Luzerner Künstlerin thematisiert in ihrem Werk alltägliche Begebenheiten und deren absurde Momente. Ausgangspunkt ihrer Werke ist dabei oft die Performance, die sie für die Ausstellung in verschiedene Medien überführt: Fotografie, Video, Performance, Zeichnung, Objekte und Installation. Mahtola Wittmer studierte Design und Kunst an der Hochschule Luzern Design & Kunst, wo sie ihren Master of Fine Arts erwarb, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.
Seit Beginn ihres Kunststudiums im Jahr 2015 nimmt sie aktiv an Fotoausstellungen und künstlerischen Performances im In- und Ausland teil. Seit 2020 leitet sie Workshops an der Pädagogischen Hochschule Luzern und am KUKA Kinder- und Kulturatelier in Emmenbrücke. Seit 2022 unterrichtet sie Bildende Kunst an der Kantonsschule Musegg.

Im Tessin wird die in Zürich lebende Künstlerin Johanna Kotlaris im Museo d'arte della Svizzera italiana(MASI Lugano) zu sehen sein. Johanna Kotlaris, geboren 1988, hat einen Bachelor of Arts in Design von der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam und einen Master of Fine Arts vom Piet Zwart Institut in Rotterdam. Durch Performance, Video, Installation, Skulptur und Text untersucht ihre Arbeit die Komplexität unserer Beziehungen mit dem Selbst und dem Anderen. Ihre Werke wurden kürzlich u.a. im Kunstmuseum Luzern, an der Artgèneve, in der Kunsthalle Bern, im Théâtre Arsenic in Lausanne und im Cabaret Voltaire in Zürich gezeigt. Sie erhielt Residenzen u.a. bei Rupert in Vilnius, Air Berlin Alexanderplatz, Stiftung BINZ39, F+F Kunstatelier der Stadt Zürich Kulturabteilung, und das Berlin Atelier der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich.

Die Jury des Manor Kunstpreises Waadt, vereint im Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne, verlieh den Preis 2024 an Gina Proenza, die 1994 in Bogotá geboren wurde und in Lausanne und Genf lebt und arbeitet. Die Künstlerin überzeugte die Jury durch die Originalität und Feinheit ihrer Formensprache und ihrer Referenzen sowie durch die beeindruckende Fülle an Arbeiten, die sie in den letzten Jahren konsequent entwickelt hat.
Gina Proenza schloss 2017 ihr Studium der Visuellen Künste an der ECAL (École cantonale d'art de Lausanne) ab und besitzt ausserdem ein Certificate of Advanced Studies in Dramaturgie und Textperformance der Universität Lausanne und der Manufacture (Haute École des Arts de la Scène). Sie hatte Einzelausstellungen u.a. in der Kunsthalle St. Gallen, im Centre d'art de Neuchâtel und im Centre Culturel Suisse in Paris und stellte ihre Werke in Gruppenausstellungen u.a. bei Last Tango in Zürich und im PS120 in Berlin aus. Neben ihrer Arbeit im Atelier ist Gina Proenza in die Aktivitäten der aufstrebenden Kunstszenen in der Region involviert, sei es als Mitglied des aktuellen Programmteams des Kunstraums Forde in Genf oder als Mitbegründerin des Artist-Run-Space Pazioli in Renens. Sie unterrichtet Bildhauerei und leitet ein Schreibatelier im Rahmen des Bachelorstudiengangs Visuelle Künste an der ECAL.

Die Preisträger:innen für die Kantone Aargau und Wallis (Musée d'art du Valais in Sion und Aargauer Kunsthaus in Aarau) werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Der Manor Kunstpreis in der Höhe von jeweils 15.000 CHF wird seit über 40 Jahren von der Manor AG, der größten Wahrenhausgruppe der Schweiz vergeben. Durch den Manor Kunstpreis erhält die breite Öffentlichkeit Zugang zu Ausstellungen von jungen Künstler:innen in zwölf Kantonen – jeweils sechs Kantone in einem Jahr, und sechs weitere Kantone im darauffolgenden Jahr.

Ihre Meinung

Noch kein Posting in diesem Forum

Das artmagazine bietet allen LeserInnen die Möglichkeit, ihre Meinung zu Artikeln, Ausstellungen und Themen abzugeben. Das artmagazine übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der abgegebenen Meinungen, behält sich aber vor, Beiträge die gegen geltendes Recht verstoßen oder grob unsachlich oder moralisch bedenklich sind, nach eigenem Ermessen zu löschen.

© 2000 - 2024 artmagazine Kunst-Informationsgesellschaft m.b.H.

Bezahlte Anzeige
Bezahlte Anzeige
Bezahlte Anzeige
Gefördert durch: