Werbung

Queer Museum Vienna gewinnt Preis der freien Szene Wiens 2022

Das Queer Museum Vienna ist zu Gast im Volkskundemuseum Wien. Es fragt, wie sich queere künstlerische Arbeiten, Kultur und Lebensweisen zur Volkskunde und deren Musealisierung verhalten. Ziel ist es, Ausblick auf ein projektiertes zukünftiges Haus für queere Kulturgeschichte und Kunst in Wien zu geben. Wien bekommt also ein queeres Museum. Weil es verwunderlich ist, dass es das noch nicht gibt.
Queere Menschen sind schon immer Teil der Gesellschaft. Genauso sind es Künstler*innen, die ihre Identität außerhalb der Heteronormativität verhandeln.
Seinen (durchaus widersprüchlichen) Namen als etablierte Institution nimmt es schon jetzt an: Die Gründung eines Museums stellt klar, dass queere Kunst, Kultur, Forschung und Geschichte sowie aktuelle queere Fragestellungen diesen Platz brauchen und ihn sich jetzt nehmen.
Mehr unter --> www.queermuseumvienna.com

Kollektiv Red Edition: City of Whores
Mit dem im Rahmen von Red Rules Vienna zum Thema Sexarbeit multidisziplinär entwickelten Stück City of Whores vereinte das Kollektiv Red Edition – Migrant Sex Workers Group Theater und Performance, Tanz, politische Arbeit und queere Bildwelten. City of Whores brachte unterschiedliche Zugänge und Perspektiven von Sexworker*innen, Pro-Sexwork-Aktivist*innen, Künstler*innen, Performer*innen und Autor*innen zusammen. Das neunköpfige Ensemble verwandelte das F23 in Liesing in einen babylonischen Tempel, in dem historische Zuschreibungen auf aktuelle Fragestellungen trafen. Im Stück verschwammen historische Textflächen mit Erzählungen von Sexarbeiter*innen heute.

Christine Baumann: KUNSTZELLE mit Programm
Die KUNSTZELLE, eine ehemalige Telefonzelle, ist seit 2006 Raum für künstlerische Installation und Intervention. Wegen der Sanierung am ursprünglichen Standort im Hof des WUK ist die KUNSTZELLE seit April 2022 Gast auf dem Vorplatz des MuseumsQuartiers. Bis heute haben sich 70 Künstler:innen die Zelle zum Spielfeld genommen, ihre anspruchsvollen Projekte verwirklicht und den Ort immer wieder neu ausgelotet. Christine Baumann ist Initiatorin und kuratiert das Programm, seit 2022 gemeinsam mit Pablo Chierghin.

Die Preise der freien Szene Wiens 2022 wurden am Abend des 27. Oktober von der IG Kultur Wien im FLUC am Praterstern verliehen. Die Preisträger*innen waren zuvor in geheimer Wahl durch Mitglieder der IG Kultur Wien und die Einreichenden bestimmt worden.
Der mit 3.000 Euro dotierte Hauptpreis ging ans Queer Museum Vienna für Queer Museum @ Volkskundemuseum Wien.
Zwei Förderpreise zu 2.000 Euro gewannen das Kollektiv Red Edition für City of Whores und Christine Baumann für Kunstzelle mit Programm.
Insgesamt wurden heuer 54 Projekte zum Preis der freien Szene Wiens eingereicht. Alle Einreichungen wurden in einem Katalog präsentiert und können auch --> online betrachtet werden

--
Abbildung: Preisverleihung, Foto: Iklim Dogan

Ihre Meinung

Noch kein Posting in diesem Forum

Das artmagazine bietet allen LeserInnen die Möglichkeit, ihre Meinung zu Artikeln, Ausstellungen und Themen abzugeben. Das artmagazine übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der abgegebenen Meinungen, behält sich aber vor, Beiträge die gegen geltendes Recht verstoßen oder grob unsachlich oder moralisch bedenklich sind, nach eigenem Ermessen zu löschen.

© 2000 - 2022 artmagazine Kunst-Informationsgesellschaft m.b.H.

Bezahlte Anzeige
Bezahlte Anzeige
Bezahlte Anzeige
Gefördert durch: