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Gregor Schneider erhält den Ernst Franz Vogelmann-Preis für zeitgenössische Skulptur 2023

Gregor Schneider, geboren 1969 in Rheydt, lehrt seit 2015 an der Kunstakademie Düsseldorf. Zuvor war er an die Berliner Universität der Künste und die Akademie der Bildenden Künste München berufen worden. Zu seinen wichtigsten Kunstprojekten gehören u.a. „Die Familie Schneider“ 2004, „Cube Hamburg“ 2007, „Weiße Folter“ 2007 oder „Sterberaum“ 2008/2021. Mit Gregor Schneider wird die Reihe der renommierten Ernst Franz Vogelmann-Skulpturenpreisträger um einen prominenten und anspruchsvollen Bildhauer der Gegenwart bereichert.

Sein 2001 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneter Beitrag „Totes Haus u r“ auf der Biennale Venedig machte Gregor Schneider schlagartig bekannt. Dorthin hat er 24 Räume aus Rheydt überführt und im deutschen Pavillon aufsehenerregend verbaut. Sie sind Teil seiner Biografie aber auch Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen und tabuisierten Fragen. Dahinter verbirgt sich Schneiders Auffassung, dass Räume neben einer physischen auch eine psychische Wirkung entfalteten. Mit scheinbar wenigen, präzisen Eingriffen verwandelt er daher alltägliche Räume zu Orten, die verunsichern, irritieren und spürbar unter die Haut gehen.

„Wohl kein anderer Künstler transformiert architektonische Räume so radikal um und thematisiert dabei die Geschichte des Vorgefundenen“, so die Jury. Er „schaut hinter die Fassade der Dinge und definiert nebenbei die Begriffe Bildhauerei und Installation neu“ indem er Raum als ureigenes bildhauerische Material begreift und verwendet.

Mit der Auszeichnung ist eine Ausstellung verbunden, die von Juli bis Oktober 2023 stattfindet und eigens für die Kunsthalle Vogelmann Heilbronn konzipiert wird. Ihr programmatischer Arbeitstitel lautet „In Schneiders Welt.“

Die Ernst Franz Vogelmann-Stiftung lobt zusammen mit den Städtischen Museen Heilbronn seit 2007 alle drei Jahre den Ernst Franz Vogelmann-Preis für zeitgenössische Skulptur aus. Der Preis hat eine Dotierung von inzwischen 30.000 Euro und gehört in die Spitzengruppe der Kunstpreise dieses Genres. Mit der Preisvergabe an Künstlerinnen und Künstler mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland oder den angrenzenden Ländern ist eine repräsentative Ausstellung des Preisträgers/der Preisträgerin in Heilbronn verbunden.

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