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Die Preisträger:innen des Österreichischen Kunstpreises 2022

Der Österreichische Kunstpreis wird jährlich, der Preis für Kinder- und Jugendliteratur biennal, vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport vergeben. Der Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur wird seit 2016 jährlich vergeben. Alle Preise sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert. Die Auswahl der Preisträger:innen erfolgt durch unabhängige Expertenjurys.

Die Preisträger:innen des Österreichischen Kunstpreises und des Hans-Hollein-Kunstpreises für Architektur 2022 sind:

Österreichischer Kunstpreis in der Sparte Bildende Kunst: Ines Doujak

In ihren Werken erforscht Ines Doujak die Ursachen und globalen Zusammenhänge von Pandemien, beschäftigt sich mit Stereotypen in Bezug auf Geschlechterrollen sowie Rassismus und Kolonialismus. Sie setzt sich zudem stetig mit der Ausbeutung der Umwelt auseinander. Zuletzt war sie mit der Ausstellung „Landschaftsmalerei“ im Zuge der Vienna Biennale for Change im Kunst Haus Wien zu Gast, bei der Landraub im Fokus stand. In der Kunsthalle war ihr die Einzelausstellung „Geistervölker“ gewidmet, kuratiert vom Leitungsteam des Museums „What, How and for Whom“. (--> Hier geht es zur artmagazine Kritik der Ausstellung in der Kunsthalle Wien)

Österreichischer Kunstpreis in der Sparte Künstlerische Fotografie: Lisl Sharp-Ponger

Nach einer Ausbildung in der Fotoklasse an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien war Ponger als Filmemacherin, Fotografin und Medienkünstlerin tätig. Ponger fotografierte unter anderem bei Aktionen von Otto Muehl, Hermann Nitsch und anderen Vertretern des Wiener Aktionismus. Sie verbrachte längere Aufenthalte in Mexiko und den USA und begann 1979 zu filmen. Die Themen Fremdheit und Beheimatung, Erinnern und Vergessen spielen in ihrem Schaffen eine große Rolle. Sie war Gastprofessorin an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Ihr umfassendes Werk beschäftigt sich mit Fragen zur kulturellen Identität, die ihren Ausgang zumeist in der Analyse der Mechanismen und Auswirkungen des Kolonialismus nehmen. Die stereotype Darstellung des „Anderen“ untersucht Ponger ebenso wie die Methoden und die Politik in der Sammlungs- und Ausstellungspraxis ethnologischer Museen. (--> Hier zur artmagazine Kritik von Lisl Pongers großer Ausstellung in der Secession)

Österreichischer Kunstpreis in der Sparte Medienkunst: Margot Pilz

Pilz, geboren 1936 in in Haarlem/Niederlande, lebt in Wien. Sie gehört zu den Konzept- und Medienkünstler:innen der ersten Stunde und arbeitet konzeptuell und experimentell.
Ihre reiche künstlerische Produktion speist sich aus dem Geist jener avantgardistischen Zeit der 60er- und 70er-Jahre, die heute immer neu wiederentdeckt wird, deren immense Bedeutung und Potential erst nun im neuen Jahrtausend in vielen Ausstellungen und Publikationen gesehen wird. Radikal, aktionistisch und feministisch im besten Sinne - und auch selbstbestimmt.
Das über Jahrzehnte entstandene vielschichtige und komplexe Werk von Pilz setzt sich seit den 1970er Jahren mit geschlechtsspezifischen Zuschreibungen und Arbeitsbedingungen sowie ökologischen und politischen Themen auseinander. Als Grenzgängerin zwischen den unterschiedlichen künstlerischen Sparten bedient sie sich frei verschiedener Medien wie der Fotografie, Konzeptkunst, Kunst im öffentlichen Raum, Installation und Performance. Sie arbeitete schon sehr früh als digitale Feldforscherin mit Medien wie Computer und Internet und fertigte seit den 80er Jahren zahlreiche Medienskulpturen an. (Hier zur Videokritik ihrer Ausstellung in der Galerie 3)

Die Preise in den weiteren Kategorien
Christiana Perschon - Österreichischer Kunstpreis in der Sparte Film
Johannes Maria Staud - Österreichischer Kunstpreis in der Sparte Musik
Thomas Stangl - Österreichischer Kunstpreis in der Sparte Literatur
Willy Puchner - Kunstpreis in der Sparte Kinder- und Jugendliteratur
toxic dreams - Österreichischer Kunstpreis in der Sparte Darstellende Kunst
Lalish Theaterlabor - Österreichischer Kunstpreis in der Sparte Kulturinitiativen
ARTEC Architekten - Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur

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Abbildung: Werke aus den oben erwähnten Ausstellungen

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