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Diébédo Francis Kéré erhält den Pritzker Architecture Prize 2022

Die Karriere als Architekt war ihm nicht in die Wiege gelegt. Geboren 1965 als Sohn des Häuptlings des Dorfes Gando in Burkina Faso wurde er von seinem Vater mit sieben Jahren in die nächste Stadt Tenkodogo geschickt um dort zur Schule zu gehen – als Erster in seinem Dorf. Der triste schlecht beleuchtete Klassenraum ohne Klimatisierung ließ bei Kéré die Idee keimen, eines Tages bessere Schulen zu bauen.
1985 konnte er für eine Tischlerlehre nach Berlin gehen, wo er 1995 ein Stipendium für ein Architekturstudium an der TU Berlin bei Peter Herrle bekam, das er 2004 abschloss.

Sein erstes Gebäude war bereits 2001 die neue und erste Schule in Gando, mit der er seine Vorstellungen der Verwendung lokaler Baumaterialien und der Kombination von neuen Technologien und lokalen Bautraditionen erstmals umsetzen konnte. Danach folgten Schulen und medizinische Einrichtungen in Burkina Faso, Kenia, Mozambique und Uganda, sowie die Parlamentsgebäude in Burkina Faso und Benin. Mit seinem Architekturbüro das er von Berlin-Kreuzberg aus betreibt, schuf Kéré ebenso Bauten in Deutschland, Dänemark, Italien der Schweiz, Großbritannien und den USA. Bekannt wurde er außerdem für seine Arbeit am „Operndorf Afrika“ das er gemeinsam mit Christoph Schlingensief konzipierte.

Für die Schule in Gando erhielt Kéré im Jahr 2004 den Aga Khan Award for Architecture, weitere Preise waren u.a. der Global Award for Sustainable Architecture, der BSI Swiss Architectural Award, die Global Holcim Awards Gold und der Schelling Architecture Award.
Diébédo Francis Kéré ist der erste schwarze Architekt der den mit 100.000 US-Dollar dotierten Pritzker Architecture Prize erhält.

--> www.pritzkerprize.com

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