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Andrea Muheim erhält den Keller-Wedekind-Stiftung-Kunstpreis 2021

Die Keller-Wedekind-Stiftung (KWS) fördert gegenständliche Kunst in der Schweiz. Die KWS vergibt ihren Preis seit 2013 alle zwei Jahre. Andrea Muheim ist nach Gabriella Gerosa, Joëlle Flumet, Thomas Ritz und Tobias Weber die fünfte Trägerin des KWS-Kunstpreises. Es ist einer der höchstdotierten ausschliesslich privat finanzierten Kunstpreise in der Schweiz. Sein Wert beläuft sich auf 70'000 Schweizer Franken: Die Künstlerin erhält 10'000 Franken, mindestens ein Werk wird von der Stiftung angekauft; zudem gehören zur Förderung eine Ausstellung in der Zürcher Galerie Fabian & Claude Walter und die Produktion des Werkkatalogs.

Zu Andrea Muheim:
Wiesenblumen in einer Vase, eine Frau vor dem offenen Fenster, Kinder, die ins Wasser springen: Andrea Muheim, 1968 geboren, wählt ihre Motive aus dem Bereich der klassischen Genres Portrait, Landschaft, Interieur und Stillleben. Der Kunstwissenschaftler Simon Maurer schreibt in seinem Text im Werkkatalog der Preisträgerin: «Sehr oft stehen in Andrea Muheims Werk einzelne Gegenstände oder Personen im Zentrum des Bildgeschehens. Es geht somit explizit um die Beziehung zwischen diesen ins Zentrum gerückten Gegenständen oder Personen zu ihrer Umgebung. Die Künstlerin mag das gar nicht verschleiern – es ist offensichtlich. Deshalb sprechen einen diese Bilder ja auch so direkt an.»

 

Exemplarisch ist unter anderem das Bild «An der Sihl»: Stein um Stein ein Weg vor der Beobachterin, den sie selbst findet und individuell geht.

Detta Kälin, Präsidentin und Kuratorin der Keller-Wedekind-Stiftung, resümiert: «Andrea Muheim malt, was sie vor sich findet. Die Turbulenz einer Beziehung äussert sich im fliessenden Gestus, der intensive Duft der Narzisse liegt noch immer in der Luft. Die Bildmotive ergeben sich aus ihrem unmittelbaren Umfeld. Und dieses spürt Muheim als eine genaue Beobachterin bis in feinste Verästelungen auf. Sie fängt die innere und äussere Bewegung eines Augenblicks ein, dringt durch die Oberfläche der Dinge in ihr Inneres. Muheims Malerei ist gegenständlich, aber die Präzision des Ausdrucks erreicht sie durch Abstraktion, die sie auf den Punkt bringt.»

Vom 1. Dezember 2021 bis zum 22. Januar 2022 findet die Werkschau Andrea Muheim bei Fabian & Claude Walter in Zürich statt.

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Abbildung: Andrea Muheim in ihrem Atelier in Zürich, Foto: Philippe Hort

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