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Universität für angewandte Kunst Wien: Margarete Jahrmann und Julienne Lorz sind die zwei neuen Professorinnen für zwei neue Masterstudien

Ab dem Wintersemester 2021 bietet die Universität für angewandte Kunst Wien zwei neue Masterstudien an.
Das Studium Experimental Game Cultures, geleitet von Margarete Jahrmann, zielt auf eine kritische Reflexion der gesellschaftlichen Wirkungsmacht von Spielen unter gleichzeitiger Anwendung auf die prototypische Entwicklung innovativer Spielkonzepte und -zugänge. Zentraler Aspekt des Studiums ist daher die Verschränkung der Entwicklung von innovativen Spielkonzepten jenseits der kommerziellen Spieleindustrie mit einer kritischen Betrachtung von Spielen in ihren unterschiedlichen historischen, gesellschaftlichen und sozialen Kontexten. Forschungsbereiche des Studiums sind u.a. der Einsatz von Spielen als Instrument zum besseren Verständnis gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Zusammenhänge und zur demokratischen Gestaltung ihrer Zukunft (Serious Games, Critical Games, Educational Games etc.).

Expanded Museum Studies bietet ein Studien- und Forschungsfeld für die Untersuchung, Erweiterung und Neuausrichtung des Museumsbegriffs. Besonderes Merkmal des Studiums ist die inter- bzw. transdisziplinäre und praxisbezogene Verschränkung museologischer, kunst- und kulturwissenschaftlicher, konservatorischer und künstlerisch-forschender methodischer Ansätze. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Museumsmodellen sowie dem Museum als Kontaktzone und Ort der Wertmächtigkeit in einem explizit breiten Sinn, das heißt im Kontext sämtlicher mit ihm verbundener Praxen, Konfigurationen, Diskurse und Ansprüche. Grundlage des Studiums bilden aktuelle wissenschaftliche und künstlerische Fragestellungen sowie der an der Angewandten vertretene gesellschaftsbezogene Kunst- und Kulturbegriff mit globaler und transkultureller Perspektivierung. Das Masterstudium wird von Julienne Lorz geleitet.

Derzeit als Professorin für Game Design an der Kunstuniversität Zürich sowie im Feld der künstlerischen Forschung an der Angewandten tätig, wird sich Margarete Jahrmann den Prinzipien des freien, experimentellen und künstlerischen Game Designs, der Kunst im Spiel und der Gestaltung von Game Mechaniken, die auf gesellschaftliche Zusammenhänge rückwirken und sich aus ihnen speisen, widmen: „We aim to introduce game changer concepts through play.“ lautet ihr Mission Statement. Neben ihrer publizistischen und künstlerischen Tätigkeit und ihren Erfahrungen als Vortragende und Lehrende stützt sich ihre Expertise auf erfolgreiche internationale Forschungsprojekte. „Spielen als experimentelle Erprobung und subjektive Erfahrung alternativer Möglichkeiten kann uns Wege zu neuen Formen von zukünftiger Gesellschaft, Politik und empathischem Zusammenleben weisen um mit der wunderbaren Ambiguität des Spiels die globalen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen“, erläutert Margarete Jahrmann, und abschließend: „Der Weg ist das Spiel!“.

Julienne Lorz, die derzeitige Hauptkuratorin am Gropius Bau in Berlin wird die Abteilung Expanded Museum Studies leiten, welche sich dem Studien- und Forschungsfeld für die Untersuchung, Erweiterung und Neuausrichtung des Museumsbegriffs widmet. Neben ihrer umfangreichen kuratorischen Aktivität war und ist Julienne Lorz auch im publizistischen Bereich tätig, da sie zum großen Teil ihre kuratorischen Arbeiten wissenschaftlich begleitete und originäre Recherchen veröffentlichte. Ihr Zugang in der Auseinandersetzung mit der „Zukunft des Museums“ basiert darauf, sich einerseits akademisch-wissenschaftlich zu nähern, aber andererseits Praxisnähe und Rücksicht auf Geschichte sowie politische, soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge einzubringen. Die Angewandte freut sich, diese Expertin für das neue Masterstudium zu berufen, welches die Studierenden mit den aktuellen Erfordernissen der Museumsarbeit vertraut machen und sie in die Lage versetzen wird, das Museum konstruktiv-kritisch zu reflektieren. "Heute müssen wir uns fragen: Wie sieht ein Museum aus, das sich mit der Bandbreite an wichtigen Themen wie Entkolonialisierung, Diversität, Barrierefreiheit, Inklusion, Digitalität und Nachhaltigkeit auseinandersetzt und diese dann auch in seinen Strukturen spiegelt?", erklärt Julienne Lorz.

--> www.dieangewandte.at/

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Abbildung: links: Margarete Jahrmann Foto: Louise Linsenbolz, rechts: Julienne Lorz, Copyright Gropius Bau, Foto Victoria Tomaschko

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